Imperial Cleaning

Wer will mich spontan treffen zum ficken?

Ohne sofortige Bluttransfusionen hätte sie es wohl nicht überlebt das Wochenende.

Über das Werkstattportal

Inhaltsverzeichnis

Mit neuen Fenstern, einer modernen und effizienten Heizung oder der Dämmung des Hauses. Man kann vieles machen, um den Energieverbrauch zu senken und dabei sein Haus aufzuwerten.

Eine wirtschaftliche Betrachtung ist dabei natürlich sehr wichtig. Letztlich will man ja nicht nur Energie, sondern auch Geld sparen. Alle Infos und die besten Handwerker ihrer Region finden Sie bei uns.

Im Video erklären wir unsere Arbeitsweise von energieheld. Die Themen der energetischen Gebäudesanierung sind vielseitig und komplex. Sie können sich dazu auf www. Wir haben hier stets versucht so realistische Zahlen, wie nur möglich anzunehmen. Als Quellen für die Energiepreise dienten uns dabei: Um den Energieverbrauch im Wohnhaus möglichst niedrig zu halten, muss die Gebäudehülle luftdicht sein. Die Energiewende, hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung Deutschlands, ist eines der zentralen Vorhaben der aktuellen….

Irgendiwe verstehe ich das ganze niht so richtig. Mir scheint das sehr gut zu sein, oder? Mit Gas liegen die Heizkosten etwa bei Euro pro Jahr. Dazu kommen aber natürlich noch die Stromkosten und die Kosten für die Warmwasserbereitung. Smart Home meets Sanierung. Ich wohne ein 75qudratm mietwohnung 2. Da dürfte wohl ein Fehler beim Ablesen des Gaszählers passiert sein. Alternativ läuft die Heizung vielleicht im Dauerbetrieb bei offenem Fenster?

Heizen — Teil 1: Was kostet die Wärme? Hallo, ich möchte einwerfen dass ein elektrischer Verbrauch lt. Ihren Listen deutlich überhöht erscheint. Das ist das derzeit darstellbare Minimalverbrauch ohne nennenswerte Einschränkungen. Hallo Herr Schaper, das lässt sich über das Internet immer recht schwer beurteilen. Jeder Haushalt ist da anders aufgestellt. Unsere Angaben beziehen sich auf Durchschnittswerte.

Alles was darüber liegt, kann als zu hoch eingeschätzt werden. Niedriger Energieverbrauch ist natürlich immer besser. Bedenken Sie auch, dass in vielen Haushalten das Trinkwasser elektrisch erwärmt wird und dieser Verbrauch hinzugerechnet werden muss.

Hallo Herr Kloth, die Latte hängt bei uns besonders hoch. Trinkwasser ist ein schlechter Begriff, Warmwasser ist aussagekräftiger. Tatsächlich ist dieser Verbrauch bei uns in den 2. Kapiere ich nicht so ganz.

Wir leben zu zweit in einem Einfamilienhaus Baujahr mit qm auf 2 Etagen nicht wärmegedämmt. Ich habe gerade vor 30 min die jährliche Endabrechnung des Versorgers geöffnet und wollte mal im Internet schauen, was denn so der Durchschnittsverbrauch für 2 Personen ist.

Wir haben zusammen ca. Wie schafft man es, das Zehnfache im Jahr zu verbrauchen? Zudem bade ich sehr gerne. Es ist mir aber rätselhaft, wie man das Zehnfache verheizen kann.

Die einzige Möglichkeit, wie ich auf solche Verbrauchszahlen käme, wäre Tag und Nacht mit gekippten Fenstern in allen Zimmern 24 Grad zu halten. Falls Ihre Angaben stimmen, dann hat man in diesem Fall wohl schon in den 50er Jahren besonders energieeffizient gebaut. Ich muss aber leider vermuten, dass da bei der Abrechnung ein Fehler passiert ist. Rechnet man den Verbrauch herunter, so müssten Sie pro Tag nur rund 8 Kilowattstunden verbraucht haben.

Vielleicht könnten Sie uns ja eine Kopie der Abrechnung zukommen lassen — das Ganze klingt zu schön um wahr zu sein. Vielleicht habe ich es ja überlesen, trotzdem: Ist in den obigen Durchschnittswerten für den Energiebedarf für das Heizen das Warmwasser schon enthalten, oder geht das extra?

Hallo Harry, vielen Dank für Ihren Beitrag. Wir versuchen hier einen Durchschnittswert pro Quadratmeter der Wohnfläche zu finden. Daher ist der Energieverbrauch für Duschen etc. Als Richtwert für das Warmwasser: Man kann davon ausgehen, dass pro Person für Warmwasser im Jahr etwa bis 1.

Auf der Heimfahrt jedoch, wo er es mit menschlichen Gegnern zu tun hat, ist Medea nicht mehr die überlegene Zauberin, sondern nur noch die schutzbedürftige Frau, die seinetwegen in Lebensgefahr schwebt. Die Liebe des Paares ist bereits erloschen, schon bei der Auseinandersetzung mit Apsyrtos und dann auch bei Alkinoos geht es beiden nur noch um die eigene Rettung.

Medea bereut bereits nach kurzer Verliebtheit, dass sie um eines undankbaren Mannes willen ihre Familie verraten und ihre Heimat verlassen hat. Nirgends stellt er sich den Feinden zum offenen Kampf, sondern er entzieht sich ihrem Zugriff mit List und Tücke.

In kritischen Situationen ist er grundsätzlich bereit, seine Braut zu opfern, um seine Haut zu retten. Dies passt zu der künftigen Fortsetzung der mythischen Handlung in Korinth, die der Dichter der Argonautika zwar nicht erwähnt, deren Kenntnis er aber bei seinem Publikum voraussetzt. Der römische Dichter Ovid befasste sich mehrmals eingehend mit dem Mythos. In seinen Metamorphosen schilderte er markante Vorgänge aus dem Leben der Zauberin von ihrer ersten Begegnung mit Iason bis zu ihrem Weggang aus Athen.

Sie will den Fremdling, dem ihr Vater den Untergang zugedacht hat, retten und hofft, er werde ihr dann immer dankbar sein, sie heiraten und ihr treu bleiben. Hinzu kommt, dass sie bereits — ohne eine Alternative zu kennen — ihre Heimat als barbarisch empfindet [47] und feststellt: Fast hätte das Pflichtgefühl gesiegt, doch als sie beim Altar der Hekate Iason begegnet, kommt er ihr wie ein Gott vor, und als er sie um Hilfe bittet, ihr die Ehe verspricht und dies eidlich bekräftigt, entscheidet sie sich für ihn.

Ausführlich schildert Ovid die Vorbereitung und Durchführung des Verjüngungszaubers, bei dem Medea mit dem Schwert Aisons Kehle öffnen muss, um sein altes Blut durch vorbereiteten Saft zu ersetzen. Der Greis wird zum Jüngling, der er einst war. Es folgt die Tötung des Pelias, die Medea gemeinsam mit dessen Töchtern vollzieht, worauf sie auf dem Drachenwagen entflieht. Ovid setzte den Sagenstoff als bekannt voraus.

Er griff einzelne Vorgänge heraus und malte sie breit aus, bei anderen begnügte er sich mit knappen Hinweisen. Den Mord an Medeas Bruder überging er, den Kindermord erwähnte er nur andeutungsweise und verhüllend.

Ovids Heroides sind eine Sammlung von einundzwanzig Briefgedichten in elegischen Distichen. Meist lässt der Dichter berühmte mythische Frauen das Wort ergreifen. Sie wenden sich klagend an ihre verlorenen Gatten oder Geliebten. Medea ist die fiktive Autorin des zwölften Briefs. Die einzige Lust, die ihr noch geblieben ist, besteht darin, dem Undankbaren seine Schuld vorzuhalten. Sie erinnert ihn an alles, was sie für ihn getan und geopfert hat, und an seinen Treueschwur.

Aus ihren Verdiensten leitet sie einen Anspruch auf ihn ab: Im sechsten, ebenfalls an Iason gerichteten Brief schildert seine einstige Geliebte Hypsipyle ihr Schicksal. Ihr hatte er Treue versprochen, bevor er in Kolchis eintraf und Medea begegnete. Dafür wählte er den gleichen kurzen Ausschnitt aus dem mythischen Geschehen wie Euripides: Zwar orientierte sich Seneca weitgehend am Ablauf bei Euripides, doch nahm er auch Änderungen vor, welche die Hauptfiguren in anderem Licht erscheinen lassen als in dem Werk des griechischen Tragikers.

Das Geschehen spielt sich wie bei Euripides vor Medeas Haus ab. Im Gespräch mit der Amme, die zu umsichtigem Handeln rät, bekennt Medea ihren Hass, dem sie sich offen und hemmungslos hingibt. Kreon erscheint, er fordert ihre Abreise. Er befiehlt ihr als König, verhehlt aber zugleich seine Furcht vor ihr nicht. In Korinth ist er ein Flüchtling; ein auswärtiger Feind, Acastus, fordert seine Auslieferung und will ihn und seine ganze Familie vernichten. Nur wenn er Kreons Tochter heiratet, wird der König für ihn eintreten und seine Kinder schützen.

Daher muss er die Treue, die er Medea geschworen hat, brechen. Nicht aus Feigheit, sondern aus Sorge um das Überleben der Kinder hat er sich zu diesem Schritt entschlossen. Obwohl er Medeas Wildheit kennt, hofft er, dass sie sich um der Kinder willen einsichtig zeigen wird.

Medea fordert ihn auf, mit ihr zu fliehen, so wie sie einst seinetwegen aus ihrer Heimat geflohen ist.

Sie hält ihm vor, was sie für ihn getan und aufgegeben hat. Er sei der wahre Urheber der Morde an Apsyrtos und Pelias, denn ihm zuliebe seien sie begangen worden. Er weist die Verantwortung zurück, worauf sie erwidert, er habe die Rettung seines Lebens nicht annehmen dürfen, wenn er die dafür erforderlichen Taten missbillige.

Iason versichert, dass er eher sein Leben aufgäbe als die Kinder. Daraus ersieht sie, dass ihm die Kinder über alles gehen. Dies ist seine verwundbarste Stelle. So kommt sie auf den Gedanken, sich durch Ermordung der Kinder an ihm zu rächen. Der ganze Königspalast brennt ab, Wasser kann diese Flammen nicht löschen. Darauf will Iason die Mörderin ergreifen, er erscheint mit Bewaffneten vor ihrem Haus.

Eines der Kinder hat sie schon getötet, mit dem anderen zeigt sie sich auf dem Dach. Iason ruft ihr nach, sie solle bezeugen, dass im Himmel, wo sie hinfliegt, keine Götter sind.

Diese zweideutigen Verse können unterschiedlich gedeutet werden: Seneca war auch als Dramatiker Philosoph und nutzte den Dramenstoff zur Veranschaulichung seiner von der Stoa geprägten philosophischen Überzeugungen. Insbesondere ging es ihm darum, die verhängnisvollen Folgen eines hemmungslos affektgesteuerten Handelns zu demonstrieren; das Vernunftwidrige war für ihn zugleich das Unmenschliche.

Medea zeigt in diesem Drama mehr Bewusstheit über den verbrecherischen Charakter ihres Tuns als bei Euripides. Iason ist von Anfang an weitgehend entlastet, da er nicht mutwillig, sondern unter dem Zwang einer furchtbaren Notlage handelt und für seine Kinder Verantwortung übernimmt. Im Gegensatz zur Darstellung bei Euripides will er die Kinder nicht mit ihrer Mutter fortziehen lassen, sondern es steht von vornherein fest, dass sie bei ihm bleiben sollen.

Bei Medea löst dies Erbitterung aus, es ist ein zusätzliches Motiv für ihre Mordtaten. Durch diese Änderung der Konzeption erscheint das Verhalten beider Protagonisten leichter nachvollziehbar als bei Euripides.

Allerdings war sein Drama vermutlich nicht zur Aufführung, sondern nur zur Lektüre und Rezitation bestimmt. In der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts verfasste der römische Dichter Gaius Valerius Flaccus die Argonautica , ein lateinisches Epos, das die Argonautenfahrt bis zur Verfolgung der Argonauten durch die Kolcher schildert.

Das Werk ist unvollendet geblieben, es bricht vor dem Mord an Medeas Bruder, der lateinisch Absyrtus genannt wird, ab. Im sechsten und siebten Buch wird die Erlangung des Vlieses mit Medeas Hilfe geschildert, im achten, unvollendeten die Flucht der Argonauten, die von den Kolchern unter Absyrtus verfolgt werden.

Valerius Flaccus orientierte sich an Apollonios Rhodios, führte aber eine Reihe von inhaltlichen Neuerungen ein. Der Gegensatz zwischen dem mädchenhaften und dem monströsen Aspekt von Medeas Naturell tritt noch schärfer als bei Apollonios Rhodios hervor.

Die Blindheit ihrer Leidenschaft wirkt zwar entsetzlich, doch ist sie von göttlicher Fügung herbeigeführt, wodurch Medea entlastet wird; im Grunde liegt die Verantwortung bei den Göttern. Bei Valerius veranlassen die Götter, die zugleich Allegorien für seelische Vorgänge sind, die Menschen zu Entscheidungen, die zwar dem Willen der Götter entsprechen, aber für die Menschen von Nachteil sind oder ihnen widerstreben.

Medeas Entscheidung für Iason in Kolchis ist ein langwieriger Prozess, in den die Göttin Iuno Hera mit Unterstützung der Venus Aphrodite wiederholt massiv eingreifen muss, um den von ihr gewünschten Ausgang herbeizuführen.

Jahrhundert verfasste der christliche Dichter Dracontius die lateinische Gedichtsammlung Romulea. Sie veranlasst die Liebesgöttin Venus, Medea die Liebesleidenschaft einzugeben. Von der Macht des Eros ergriffen verschont Medea den Gefangenen und heiratet ihn.

Damit scheidet sie aus dem Dienst der Diana, der Jungfräulichkeit erfordert, aus. Dies erregt den Zorn Dianas, die furchtbare Rache nimmt: Sie verflucht die Ehe des Paares und verurteilt Medea dazu, künftig von ihrem Mann verlassen zu werden und daraufhin zur Mörderin zu werden. In Theben, wohin das Paar geflohen ist, vollzieht sich das Verhängnis. Die Kinder sterben erst nach Iason, ihre beiden Leiber werden von der rasenden Mutter mit einem Schwert auf einmal durchbohrt.

Bei Dracontius ist Medea durch das Walten der Gottheiten in eine Lage geraten, die durch tragische Ausweglosigkeit gekennzeichnet ist: Indem sie den Willen der einen Göttin erfüllt hat, hat sie die unerbittliche Rache der anderen auf sich gezogen.

Der christliche Dichter nutzt dies zur Kritik an der paganen Religion. Auch eine Reihe von weiteren griechischen und römischen Autoren hat die Medea-Sage aufgegriffen.

Dabei wurde der Stoff teils erheblich abgewandelt und mit vielfältigen Ausschmückungen angereichert, wobei auch Material aus anderen Sagen einfloss. Pindar behandelte die Argonautensage in seiner vierten Pythischen Ode ausführlich. Sowohl Iason als auch Medea werden uneingeschränkt positiv dargestellt, von Zwietracht zwischen ihnen ist nicht die Rede, der nur knapp erwähnte Mord an dem Thronräuber Pelias erscheint als gerechtfertigt.

Nur wenige kurze Fragmente sind erhalten geblieben. Der Dichter Karkinos schrieb im 4. Jahrhundert eine nur fragmentarisch überlieferte Medea-Tragödie, in der er — offenbar in bewusstem Gegensatz zu Euripides — auf eine ältere Version des Mythos zurückgriff.

Medea wird von Kreon und Iason verhört. Sie gibt den Mord an Glauke zu, beteuert aber, die Kinder nicht getötet, sondern in Sicherheit gebracht zu haben. Der Mythograph Dionysios Skytobrachion verfasste um die Mitte des 3. Sie widersetzt sich der Grausamkeit ihres barbarischen Vaters, der Menschenopfer vollzieht. Die Ermordung des Pelias arrangiert sie, weil dieser zuvor Iasons ganze Verwandtschaft ausgerottet hat. Als Iason sie in Korinth verlässt und damit seinen Treueid bricht, setzt sie den Königspalast in Brand und begeht den Kindermord, worauf sie nach Theben zu Herakles flieht.

Dank ihrer Heilmittelkenntnis kann sie den in Wahnsinn verfallenen Herakles heilen. In der Bibliotheke Apollodors , einem mythographischen Handbuch, dessen unbekannter Verfasser frühestens im 1.

Er verfasste zwei ihrem Schicksal gewidmete Dramen: Sie kehrt nach Kolchis zurück, wo sie Medus nach einer Trennung wiederfindet und sich mit ihrem Vater Aietes aussöhnt. Erhalten ist allerdings die wohl aus dem späten 2.

Das erste römische Argonautenepos schuf nach der Mitte des 1. Hygin , ein Mythograph der römischen Kaiserzeit, dessen Identität unklar ist, bot in seinen Genealogiae eine Übersicht über den Stoff. Medea wird bei ihrer Verbannung aus Athen von ihrem Sohn getrennt, doch Medus macht sich auf die Suche nach ihr.

Beide gelangen nach Kolchis und geben sich eine falsche Identität, um von dem dort regierenden König Perses, einem Bruder des Aietes, nicht erkannt zu werden. Medea gibt sich als Priesterin der Diana aus. Medus, der in die Gefangenschaft des Perses geraten ist, wird von Medea befreit. Er tötet Perses und bemächtigt sich der Herrschaft. In einer Variante dieser Version des Mythos, die der Geschichtsschreiber Pompeius Trogus in seinem nur auszugsweise erhaltenen Werk Historiae Philippicae mitteilte, kommt es zwischen Iason und Medea zu einer Versöhnung.

Das Paar kehrt gemeinsam nach Kolchis zurück, Iason setzt dort den zwischenzeitlich entmachteten König Aeetes Aietes , seinen Schwiegervater, wieder in die Herrschaft ein. Szenen aus der Medea-Sage wurden von griechischen und römischen Künstlern u. Auch rundplastische Steindenkmäler und Terrakotta -Figuren sind erhalten. Die Sonderstellung und daraus folgende Isolation Medeas unter den Menschen kommt ebenso wie in den literarischen Werken auch in der Bildkunst zum Ausdruck.

Distanz — auch zu ihren Kindern — ist spürbar. Auf manchen Abbildungen trägt sie eine phrygische Mütze , wodurch sie als Barbarin gekennzeichnet ist; in orientalischer Tracht erscheint sie erst nach der Aufführung der Tragödie des Euripides, offenbar unter deren Einfluss. Oft hält sie ein Kästchen, das ihre Zaubermittel enthält.

Die frühen Darstellungen aus der Zeit vor Euripides haben oft den Verjüngungszauber und die Peliassage zum Gegenstand. Die ältesten stammen aus Etrurien , wo offenbar besonderes Interesse an dem mythischen Stoff bestand: Der Bucchero, auf dem der Name der Kolcherin in der Form Metaia eingeritzt ist, zeigt sie mit einem Zauberkessel, dem ein offenbar von ihr verjüngter nackter junger Mann entsteigt. Schwarzfigurige attische Vasen des 6. Auf spätarchaischen Vasenbildern ist Medea mit den Töchtern des Pelias, teils auch mit Pelias selbst am Zauberkessel zu sehen.

Auch in der klassischen Vasenmalerei blieb die Vorbereitung des Mordes am greisen Pelias ein verbreitetes Motiv. Dieses Bild wurde von Caesar erworben. Auf einem von ihnen ist Medea mit den Kindern und deren Erzieher zu sehen; sie hält ein Schwert in der linken Hand, ihr nachdenklicher Ausdruck lässt ihr Zögern erkennen.

Die übrigen Figuren sehen die Waffe nicht, sie ahnen noch nichts. Eindrücklich ist der Kontrast zwischen dem bevorstehenden Unheil und der Unbefangenheit der am Hausaltar spielenden Kinder. Auf einem berühmten Gemäldeausschnitt aus Herculaneum steht Medea vor der Tat mit ineinander verschränkten Händen und düsterem Blick innerlich zerrissen da.

Ein Krater des späten 4. Es handelt sich offenbar um eine Szene aus einer nicht literarisch überlieferten Version des Mythos. Griechische Maler in Italien und später auch römische Künstler stellten die Gewinnung des Vlieses dar.

Dabei schläfert Medea den als Schlange gemalten Drachen ein. Jahrhundert der Ablauf der Tragödie des Euripides in einer festen Szenenfolge von Reliefbildern gestaltet.

Dem Mittelalter wurde der Medea-Stoff vor allem durch Ovid vermittelt. Oft wurde die Argonautensage mit den Sagen vom Trojanischen Krieg vermischt. In seinem um in altfranzösischen Versen abgefassten Trojaroman behandelte er auch Medeas Rolle auf der Argonautenfahrt, wobei er den Mord an Apsyrtos verschwieg. Seine Medea hat keine Geschwister. Aus einem Liebesverhältnis dieser Art ergibt sich für die beiden Beteiligten das Erfordernis absoluter Treue. Jahrhundert schilderte Konrad von Würzburg in seinem umfangreichen Versroman Trojanerkrieg auch die Argonautenhandlung.

Die Geschichte von Iason und Medea erzählte er ausführlich, wobei er auch die Vorgänge in Korinth einbezog. Seine Medea ist keine dämonische Barbarin, sondern eine gebildete höfische Dame, die mit Iason durch eine breit geschilderte gegenseitige Minneleidenschaft verbunden ist und ihn mit Billigung ihres Vaters heiratet. Solange ihr Mann ihr treu bleibt, ist sie eine vorbildlich treue Ehefrau. Ihr Vorgehen gegen Pelias und Iason erscheint als verständliche Rache. Im Gegensatz zu der in höfischer Literatur üblichen Rollenverteilung der Geschlechter ergreift Medea in kritischen Situationen die Initiative.

Der frauenfeindliche Guido präsentierte Medea als Verkörperung der als typisch weiblich geltenden Laster. Frauen sollten daraus nach der Meinung dieses Dichters klugerweise die Lehre ziehen, sich nicht auf solche Art zu binden und aufzuopfern. Jahrhundert bot Pierre Bersuire im Buch seines Reductorium morale , dem Ovidius moralizatus , eine christliche Interpretation von Ovids Metamorphosen.

Er präsentierte unterschiedliche Deutungen der Gestalt Medeas. Positiv gesehen symbolisiert sie bei ihm unter anderem als Helferin Iasons die Jungfrau Maria oder auch die Weisheit, die zur Überwindung des Teufels — des Drachen — verhilft. Negativ gesehen steht sie unter anderem für die sündige Seele oder auch für den Teufel. In der britischen mittellateinischen Literatur wurde Medea sehr negativ dargestellt; für Walter Map und Geoffrey von Vinsauf war sie ein Muster der Verworfenheit.

Auch für ihn war Iasons Treulosigkeit der Hauptaspekt. Für ihn war sie das schrecklichste Beispiel von Verrat in der Antike. Die schöne, in der Zauberkunst unübertroffene Prinzessin habe, als es in Kolchis zu Unruhen kam, einen Krieg gegen ihren königlichen Vater ausgelöst.

Sie habe Iason zuliebe den Untergang des Aietes verschuldet und seinen Königsschatz gestohlen. So sei ein mächtiger König durch eine Verliebtheit zugrunde gerichtet worden. Dann sei sie mit Iason geflohen und zur Mörderin geworden.

All dies sei geschehen, weil sie schamlos gewesen sei. Solche Schamlosigkeit entstehe, wenn man seine Augen nicht unter Kontrolle habe und daher einer hemmungslosen erotischen Begierde zum Opfer falle.

Daraus könne man lernen, dass dem Urteil der Augen nicht zu trauen sei. Dabei hob sie das umfassende Wissen der Kolcherin und ihre Loyalität zu ihrem Mann hervor und nutzte dieses Beispiel als Argument gegen den Vorwurf einer generellen Unbeständigkeit der Frauen. Durch die Heirat mit der korinthischen Königstochter habe sich Iason von seiner erotischen Hörigkeit befreien wollen.

In der spätmittelalterlichen Buchmalerei wurde Medea gewöhnlich idealisiert. Die Maler präsentierten sie als begehrenswerte, vornehme höfische Dame; Negatives wurde meist ausgeblendet. Zu den gemalten Szenen gehörte auch die Hochzeitsnacht. An diese knüpften die neuen dramatischen Bearbeitungen des Stoffs an. Die dramatische Rezeption setzte zuerst in Frankreich und Italien ein.

Aufführungen antiker Tragödien waren abgesehen vom Schultheater unüblich; auf die Bühne kam der Stoff durch Aufführungen neuzeitlicher Dramen sowie durch Oper und Ballett. Daher wich er streckenweise erheblich von der Darstellung bei Euripides ab, denn einzelne Verknüpfungen in dem antiken Werk kamen ihm unstimmig vor. Seine Überlegungen hierzu legte er später in einer Erläuterung, dem examen , dar.

Wie im antiken Theater üblich spielt sich auch in Corneilles Fünfakter alles an einem einzigen Tag ab Einheit der Zeit. Es ist der Tag des Kindermords. Die antike Einheit des Orts ist aber nicht gewahrt, sondern die Schauplätze wechseln.

Bei Corneille bittet nicht Medea Kreon um Aufschub, sondern er bietet ihr diesen spontan an, um die Härte seines Verbannungsurteils ein wenig abzumildern. Jasons Verhalten wirkt nicht so verantwortungslos wie bei Euripides, sondern er trägt wie bei Seneca eine nachvollziehbare Begründung vor. Er ist zwar in Kreusa verliebt, doch ist dies für ihn nicht das wichtigste Motiv.

Vielmehr geht es ihm vor allem um das Überleben seiner Kinder, die Kreon als sein Schwiegervater vor seinen erbitterten Feinden schützen soll. Er rettet sogar Medea, indem er Kreon von dem Vorhaben abbringt, sie dem Sohn des Pelias auszuliefern. Allerdings ist er zu tiefer Liebe nicht fähig, sondern bekennt seinem Freund Pollux, dass er Frauen nur ausnutzt, um seine Ziele zu erreichen.

Eine stark erweiterte Rolle weist Corneille dem König Aigeus zu. Die Begegnung des Königs von Athen mit Medea ist nicht wie bei Euripides zufällig, sondern hat eine für die gesamte Konstellation wichtige Vorgeschichte. Der gealterte Aigeus hat sich heftig in Kreusa verliebt und will sie als Ehefrau gewinnen. Er tritt also als Konkurrent Jasons auf, wobei er seinen Rivalen als Mörder darstellt. Die korinthische Prinzessin lehnt aber seinen Antrag ab, nicht nur weil sie Jason liebt, sondern auch weil sie in ihrer Heimat bleiben will.

Aigeus ist durch die Abweisung tief gekränkt. Er versucht Kreusa gewaltsam zu entführen, was ihm beinahe gelingt, denn seine Schiffe liegen im Hafen. Jasons mutiges Eingreifen vereitelt jedoch den Handstreich. Aigeus gerät in Gefangenschaft, wird aber durch die Zauberkunst Medeas befreit. Damit erwirbt sich Medea einen Anspruch auf seine Dankbarkeit, er verspricht ihr die Heirat.

Im Gegensatz zur antiken Überlieferung wird bei Corneille das verhängnisvolle Gewand nicht von Medea der Rivalin als Geschenk angeboten, sondern von dieser gefordert.

Mit ihrer Gier nach dem Gewand bereitet sich die Königstochter selbst den Untergang. Nach dem Tod Kreons und Kreusas ist Jason so verzweifelt, dass er seine Kinder umbringen will, weil sie das tödliche Gewand überbracht haben, doch kommt ihm Medea mit dem Kindermord zuvor, worauf er sich den Tod gibt. Gerügt wurde ein Mangel an Stimmigkeit in der Charakterzeichnung und an Glaubhaftigkeit des Handlungsablaufs.

Seine Medea zögert beim Kindermord nicht, was den Eindruck der Unmenschlichkeit verstärkt. Seine eigene Tragödie entsprach den Erwartungen des beginnenden Zeitalters der Empfindsamkeit.

Glover wandelte den überlieferten Stoff beträchtlich ab. Bei ihm war nicht der weiche, schwankende Jason, sondern der tyrannische Kreon der eigentliche Gegenspieler der positiv gezeichneten Medea. Nach antikem Vorbild setzte er einen Chor ein. Medea in Korinth veröffentlicht und Medea auf dem Kaukasos veröffentlicht.

In dem ersten Stück ist Medea eine dämonische und zugleich heroische, innerlich einsame Gestalt, weit entfernt vom normalen menschlichen Dasein. Jason erträgt seine Abhängigkeit und Unterlegenheit nicht, und sogar die Kinder wenden sich der sanften Kreusa zu, die eine Alternative zu Medeas erschreckendem Wesen bietet. Mit dem Kindermord kehrt die Halbgöttin Medea in die Welt jenseits des Menschlichen, aus der sie stammt, zurück.

Vergeblich versucht sie die kaukasischen Barbaren, unter denen sie nun lebt, von den dort üblichen Menschenopfern abzubringen. Nicolas Poussin fertigte zwei Federzeichnungen des Kindermordes an. Van Loos Gemälde begründete seinen Ruhm, es wurde aber von Denis Diderot als überladen und pathetisch kritisiert. In der Oper des Jahrhunderts war Medeas Schicksal ein beliebtes Sujet.

Als Protagonistin erschien sie erstmals auf der Opernbühne; dabei ging es nur um ihre Rolle als Geliebte Jasons, die den Helden betört. Erst ab wurde sie auch als Kindermörderin gezeigt. Jahrhundert wurden meist die dramatischen Vorgänge in Korinth thematisiert. Eine besonders starke Nachwirkung erzielten Cavalli und Cherubini.

Cavallis Giasone wurde eine der erfolgreichsten Opern des Es ist eine heitere Liebesgeschichte, die nach vielfältigen Verwicklungen versöhnlich endet. Jahrhundert in verschiedenen Fassungen zum Repertoire zählte. In der Altertumswissenschaft sind verschiedene Hypothesen diskutiert worden, denen zufolge Medea ursprünglich eine Göttin war und erst in späterer Überlieferung zu einer Heroine — einer halbgöttlichen Gestalt — herabsank.

Diese Annahme gilt als plausibel, [] wird aber nicht einhellig akzeptiert. Allerdings haben die Versuche, die ursprüngliche Gottheit näher zu bestimmen, zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt. Weiterhin offen ist die oft erörterte Frage nach dem ursprünglichen Verhältnis der in Thessalien entstandenen Argonauten- und der korinthischen Medea-Sage. Ob zwei eigenständig entstandene Sagen miteinander verschmolzen sind oder eine von ihnen als Erweiterung der anderen zu deuten ist, ist unklar.

Die erstgenannte Hypothese wird von zahlreichen Forschern vertreten und ist insbesondere von Denys Lionel Page befürwortet worden; für die Gegenmeinung hat vor allem Walter Burkert plädiert. Somit sind die Zuschauer zu Beginn der Medea bereits mit der Vorgeschichte vertraut. Den Ausgangspunkt der Verkettungen bildet eine Untat: Dieses Verbrechen bringt Unheil über ihn und sein Haus. Medea ist über den Mord an dem wehrlosen Gast Phryxus entsetzt, die Untat entfremdet sie ihrem Vater, dessen barbarische Gesinnung sie verabscheut.

Jason, der bei Grillparzer ein echter Held ist, wirbt um sie und gewinnt ihre Liebe. Vergebens bittet sie ihn flehentlich, auf das Vlies zu verzichten, da es nur Unheil bringe; er ist entschlossen, seine Mission zu erfüllen, und erreicht sein Ziel. Medeas Bruder Absyrtus, ein tapferer Krieger, unterliegt Jason im Kampf und gerät in die Gefangenschaft der Argonauten, worauf er sich das Leben nimmt.

Die tragischen Folgen dieser Taten zeigen sich im dritten Teil der Trilogie. König Kreon nimmt die Eheleute in Korinth auf, nachdem sie aus Iolkos geflohen sind, weil sie dort zu Unrecht des Mordes an Pelias beschuldigt wurden. Auch Kreons Tochter Kreusa ist den Flüchtlingen wohlgesinnt. Medea vergräbt das Vlies, um sich von dem damit verbundenen Unheil zu lösen. Anfangs bekennt sich Jason aufrichtig zu seiner Frau, doch tritt zwischen ihnen eine Entfremdung ein, deren Gründe die unbewältigte Vergangenheit und die auch ethnisch bedingte Unvereinbarkeit ihrer Mentalitäten sind.

Jason und Medea haben zwar keine Verbrechen begangen, doch haben sich beide in Schuld verstrickt. Medea verkörpert für Jason seine problematische Vergangenheit, von der er sich distanzieren will. Sie hingegen verübelt ihm immer noch, dass ihm das Vlies, das er gegen ihren Rat mitnahm, und sein Ruhm wichtiger waren als sie. Kreon will Medea von Jason, der sein Schwiegersohn werden soll, trennen. Sie ist bereit, ins Exil zu gehen, will aber die Kinder mitnehmen.

Es entspinnt sich ein Streit um die Kinder, die erschrocken vor ihrer wilden Mutter fliehen und bei der sanften Kreusa Zuflucht suchen. Am Ende entscheidet sie sich, das Vlies in den Tempel von Delphi , wo es ursprünglich aufbewahrt war, zurückzubringen und sich dem Richterspruch der dortigen Priester zu unterwerfen. Grillparzer greift einen Gedanken auf, der schon bei Euripides ausgesprochen wurde: Medea glaubt, es sei zum Besten der Kinder, dass sie sie tötet.

Bei Euripides ging es darum, dass die Kinder, wenn sie ohnehin keine Überlebenschance mehr hatten, nicht feindlicher Rache ausgeliefert sein sollten. Eine überarbeitete Fassung erschien Das in Blankversen gehaltene Stück hat keine Akteinteilung. Jason lebt hemmungslos seine Sexualität aus, doch der alt und hässlich gewordene Körper seiner Ehefrau ekelt ihn an. Den Kindermord begeht sie im Affekt.

Damit gelingt es ihr, sich von ihrer inneren Abhängigkeit von Jason zu befreien. Anouilhs Medea hat im Gegensatz zu Grillparzers Gestalt tatsächlich Verbrechen begangen, daher wird sie überall von ihren Feinden verfolgt. Der Karren, auf dem die Flüchtlinge geflohen sind, ist ihre Behausung.

Jason hat sich zum König begeben, um für sich und seine Familie dessen Schutz zu erlangen. Ein Bote berichtet Medea, was dabei herausgekommen ist. Kreon hat den Fall untersucht und ist zum Ergebnis gekommen, dass Jason schuldlos, Medea aber schuldig sei. Immerhin ist es Jason gelungen, ihn zur Umwandlung des Todesurteils in einen Verbannungsbeschluss zu bewegen.

Medea reagiert auf die Nachricht mit Hass auf ihren Mann, der sich gerettet hat und sie ihrem Schicksal überlässt. Der Hass ist ihr willkommen, denn nun glaubt sie innerlich von ihm loskommen zu können. Kreon erscheint und verkündet ihr die Ausweisung.

Sie bittet ihn, ihr entweder Jason zu lassen oder sie zu töten, doch verweigert er beides. Daran ändert sich auch nichts, als sie seine Weichheit verhöhnt. Wiederum trägt sie ihren Wunsch vor, entweder seine Frau bleiben zu dürfen oder getötet zu werden.

Er bekennt, dass er sie geliebt hat, auch ihre schwarze Welt, ihre Kühnheit, sogar ihre Zerstörungswut und ihr Verbrechen. Mit ihr hat er geglaubt, dass man immer nehmen und kämpfen müsse und dass alles erlaubt sei.

Nun will er diese Vergangenheit abstreifen und ein anderes Leben führen. Zögernd schlägt sie ihm einen Neuanfang mit ihr vor, doch er lehnt entschlossen ab und geht. Ihre Leiche verbrennt in dem Karren, den sie angezündet hat. Der Tag ist schön, die Ernte wird gut. Es gibt ein Leben jenseits des Tragischen. Ein zentrales Thema war für Anouilh die Frage, ob im menschlichen Leben ein Neuanfang mit Vergessen der Vergangenheit eine mögliche Option ist oder ob — wie seine Medea meint — das Geschehene und Gewordene ein Teil des Menschen selbst geworden ist.

Nach Medeas Überzeugung spielen die Götter mit bestimmten Menschen, für die sie sich interessieren, ein schmutziges Spiel, das aus der Sicht der betroffenen Menschen sinnlos ist. Jason ist der Ansicht, die Menschen seien den Göttern gleichgültig. Die Uraufführung fand mit Judith Anderson in der Titelrolle statt. Wie die Natur, die erzeugt und vernichtet, ist die naturnahe Medea moralisch indifferent.

Der einschüchternden, übermenschlich wirkenden Gestalt der Titelheldin stehen bei ihren Gegenspielern Feigheit, Heuchlerei und Opportunismus gegenüber. Christa Wolf hat den Stoff in ihrem veröffentlichten Roman Medea. Stimmen aus feministischer Sicht radikal umgestaltet.

Dabei knüpft sie an die Überlieferung aus der Zeit vor Euripides an, die ein positives Bild von Medea vermittelt. Diese Ur-Medea ist für Christa Wolf die authentische. Medea hat keine Verbrechen begangen, sondern wird von böswilligen Feinden, die eine gewalttätige patriarchalische Gesellschaftsordnung repräsentieren, verleumdet und angefeindet.

Sie dient als Sündenbock, ihr wird die Schuld sowohl an Schandtaten anderer als auch an einer in Korinth wütenden Seuche zugewiesen. Nicht aus blinder Liebe zu Jason hat sie sich den Argonauten angeschlossen, sondern aus Opposition gegen das verbrecherische Regime ihres Vaters. Von den Herrschenden wird sie als Bedrohung wahrgenommen, das Volk glaubt den verleumderischen Gerüchten. Diese Umstände führen zu ihrer Vertreibung aus der Stadt. Am Tag ihres Fortgangs bringt die psychisch kranke Glauke sich selbst um.

Auch ihr Tod wird Medea angelastet. Die Wut der Korinther richtet sich gegen die im Heratempel gebliebenen Kinder der verhassten Ausländerin. Medea, die ratlos zurückbleibt, verflucht am Ende die Korinther und besonders die Hauptschuldigen: Euer Geheul soll zum Himmel aufsteigen und soll ihn nicht rühren. Ich, Medea, verfluche euch.

Umfrage: Deutliche Mehrheit der Deutschen lehnt Militärschlag gegen Syrien ab