Imperial Cleaning

Für Singles aus Österreich!

Dieses PilgerABC ist ein verlässlicher Ratgeber, der den pädagogischen Zeigefinger und jede frömmlerische Anmerkung vermeidet, sondern einlädt, sich auf neue und andere Art mit dem Pilgern auf dem Jakobsweg auseinanderzusetzen. Wenn die lustigen Hüte zu Hause bleiben, wenn Jemand redet, wie er redet — ohne diese unglaublich lustigen Dialekte — und wenn er sich die Mühe macht von sich selbst zu erzählen, um dadurch auf die traurig lustigen Aspekte unser Aller Leben aufmerksam zu machen, nennt man das Stand Up.

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Die Konzentration auf nachhaltiges Bauen brachte Vorarlberg in der Baukultur zudem einen Entwicklungsvorsprung ein. Der sparsame Umgang mit den Ressourcen und einfache, konstruktiv gedachte Grundrisse zeichnen die zeitgenössischen Bauten aus und sind zugleich Bindeglied zur Tradition.

Denn der bewusste Umgang mit vorhandenen Mitteln ist schon im traditionellen Bregenzerwälderhaus ablesbar und besticht noch heute.

Architekturinteressierte können die besondere bauliche Vielfalt in Vorarlberg unterschiedlich erleben: Auf eigene Faust oder, was zu empfehlen ist, im Rahmen einer Tour. Diese Touren umfassen auch Objekte, die nicht öffentlich zugänglich sind und das Programm wird in Absprache mit dem Gast individuell zusammengestellt.

Seine Schönheit zur Geltung zu bringen, ist nur ein Grund, warum sich so viele Handwerker, Baumeister und Architekten in Vorarlberg mit Herz und Hand diesem besonderen Material verschrieben haben.

Sie alle fasziniert, dass Holz aus der Region die Antwort auf so viele drängende Fragen unseres Lebens ist — vom nachhaltigen Naturschutz bis zum wohligen Wohngefühl: Holz entlastet die Umwelt und entschleunigt die Zeit.

Es schafft ein gesundes Raumklima, ist feuchtigkeitsausgleichend und lädt sich elektrostatisch nicht auf. Es wächst nach, ist einfach zu gewinnen, ohne Rückstand zu entsorgen und spart Energie.

Dass Holz dazu auch haltbar und nach Jahrhunderten noch in Höchstform ist, hat mit der überlieferten Sorgfalt zu tun, mit der es ausgewählt, geschlagen, getrocknet und verbaut wird. So werden Dachschindeln aus wasserabweisendem Lärchenholz gemacht. Mit Tannenholz wird die Wetterseite verkleidet und mit Fichtenholz die Sonnenseite, während Zirbenholz für Terrassenböden richtig ist.

Beim Schlagen des Holzes spielen Mondphasen eine ebenso wichtige Rolle wie der Zeitpunkt, wann was für welchen Zweck zu fällen ist. Im Winter während der Vegetationsruhe gewonnenes Holz gilt als natürlich dauerhaftes Bauholz ; im Sommer bei zunehmendem Mond gefälltes Holz hingegen eignet sich für Pfahlbauten im Wasser wie für Badestege oder Bootshäuser.

Was nach Bauernregel klingt, ist über Jahrhunderte empirisch bestätigtes Wissen, das jetzt von Laborversuchen untermauert wird. Der Bogen spannt sich vom Besuch eines Bregenzerwälder Bauernhauses bis zur Begehung der ältesten gedeckten Holzbrücke Vorarlbergs, führt weiter in einen modernisierten Gasthof und zum Feuerwehr- und Kulturhaus , in dem das Frauenmuseum Hittisau untergebracht ist.

Holz spielt dabei immer die Hauptrolle. In Hittisau befindet sich in preisgekrönter moderner Holzbauarchitektur das einzige Frauenmuseum Österreichs. Essen, Wohnen, Arbeiten, Schlafen — darauf konzentriert er sich und so hat er auch ein Bett entworfen, das ohne Metall und Klebstoff auskommt.

Die einzelnen Teile sind mit Schwalbenschwanz, einer einfachen wie raffinierten Zimmermannstechnik, verzinkt. Im werkraum depot , dem Schauraum in Schwarzenberg, sind neue Möbel und Objekte aus Holz ausgestellt. Besonders fasziniert ein verdübelter Brunnen aus Tanne in klarem Design: Die hölzernen Dübel quellen im Kontakt mit Wasser auf und der Brunnen, der zugleich auch Badewanne sein kann, wird dicht.

Entzückend sind die Hölzler: Traditionell waren das die Schuhe, die man zur Arbeit am Hof trug. Doch mit langlockigem Ziegenfell als Oberleder bespannt, sind sie ein modisches Schuhwerk. Die vielen Holzbauten prägen das Landschaftsbild in Vorarlberg. Deren Architektur ist schlicht, natürlich und nachhaltig, einerseits traditionell und gleichzeitig weltoffen. Eine Rundreise durch die Vorarlberger Baukultur und Mentalität.

Erster Halt auf der architektonischen Rundreise durch das westlichste Bundesland ist im Bregenzerwald. Genauer gesagt in den Orten Schwarzenberg oder Sulzberg. Mal laut, mal leise - aber dabei immer authentisch. Ich dachte, nutz doch die Zeit!

Mach doch was Sinnvolles mit deinem Ruhestand! Fernsehen gucken plus Internet… He is living the fucking dream! Aber das hat nicht nur Vorteile. Aber schon mal versucht, die Ex-Freundin aus dem Leben zu streichen, mit der man überall soziale Verlinkungen hat? Früher musste ich von meiner Ex nur die Nummer im Handy löschen und dann war sie weg! Heute werde ich Samstags verlassen und Sonntagmorgen sehe ich bei Instagram, dass sie mit ihrem neuen Stecher um die Ecke frühstücken ist.

Wo ist mein Smartphone, ich muss kacken! Willkommen in der Zukunft! Dass Männer zu Frauen- und Frauen zu Männerverstehern werden. Denn wenn Frauen erst mal angefangen haben zu fragen, sind sie nicht mehr zu bremsen. Auf Horst Schroth sind im Laufe der Zeit so viele neue Fragen eingeprasselt, dass er sich jetzt zu einem Update für Fortgeschrittene gezwungen sieht.

Denn Frauen lassen nun mal nicht locker, sie fragen, fragen und fragen. Die Männer sind zwar genervt, aber sie merken auch, dass genau diese Fragerei sie fit im Kopf hält. Wissenschaftler haben jetzt sogar herausgefunden, dass diese ewigen Fragen der Frauen für Männer die perfekte Prophylaxe gegen Diabetes und Herzinfarkt sind. Da die Männer aber auf die Fragen der Frauen oft nur unzureichende oder gar überhaupt keine Antworten geben, schicken ratlose Frauen ihre Fragen an Horst Schroth.

Zum Beispiel Fragen wie diese: Was ist nur los mit dem Kerl? Aber wann wir geheiratet haben? Was hat dieser Mensch eigentlich im Kopf? Treffsicher, erkenntnisreich und, wie immer, saukomisch. Dieses Programm könnte unter Umständen Ihr Leben verändern.

Besonders hervorzuheben sind dabei die zahlreichen Auftritte im Beethovenhaus Bonn, beim dortigen Beethovenfest, wie auch bei Beethoven home und im Rahmen des Beethoven-Campus. Vielfach bei nationalen und internationalen Klavierwettbewerben ausgezeichnet, gewann Hanna Bachmann u. Mit ihren deutschen, tiefsinnigen Texten und ihrer unter die Haut gehenden Stimme berührt sie die Zuhörer. Da war sie gerade mal sechs. Inzwischen hat die jährige bereits viele Preise abgeräumt und stand u.

Seit wird Milene dabei von ihrer 5-köpfigen Band unterstützt, die jedes Konzert zu einem einzigartigen Live-Erlebnis macht. Sie entführt die Zuhörer in ihre Geschichten, in die unterschiedlichsten Gefühlsqualitäten des Daseins und vermag es auch, unser politisches Bewusstsein wachzurütteln. Die fünf Sänger ersetzen mit ihren Stimmen ein ganzes Orchester. Das alles vereinen die Träger des Bayerischen Kulturpreises in ihrer beeindruckenden Bühnenperformance. Freuen wir uns auf einen unterhaltsamen, kurzweiligen und stimmgewaltigen Abend mit a cappella Entertainment erster Klasse!

Die A-Cappella-Band ist Spitzenklasse! Ohren und Gehirn gespitzt, es ist wieder Science Slam! Dröge Skripte und Berge von Statistiken? Wie sie ihre Forschung präsentieren möchten, entscheiden sie selbst.

Dabei sind kaum Grenzen gesetzt. Ob als Rap oder Gedicht, im Schneidersitz oder mit Tanzeinlage: Wer den besten Vortrag geliefert hat, entscheidet am Ende keine Jury, sondern das Publikum.

Applaus, Applaus und Ring frei beim Science Slam! Heute stellt sich in Gesellschaft und Wirtschaft dasselbe Bild dar: Man behauptet, es könne immer noch mehr Wachstum, immer noch bessere Ergebnisse geben und die Effizienz egal in welchen Belangen wäre immer noch zu steigern. Mit feinem Blick für die Irren der postmodernen Gesellschaft und einer guten Portion Schalk im Nacken bringt der Rabauke vom Rhein Lieder, humoristische Kurzgeschichten, Gedichte und Stand-up zusammen und entführt das Publikum zumindest für eineinhalb Stunden aus den Mühlen der Leistungsgesellschaft.

Ein ganz feiner Geist im Leib eines zotteligen Rabauken. Wie soll denn das gehen? Alle Studioalben der Beatles, jeweils in einem eigenen Konzert? Das sind ja, Sekunde, 13 Konzerte. Wer macht denn so etwas? Es gibt tatsächlich ein paar offensichtlich nicht vollständig Zurechnungsfähige, die sich so etwas vornehmen.

Musiker am Theater Bonn — haben das schon einmal gemacht. Jetzt machen sie es erneut. Und zwar im Pantheon. Dezember , stellt "Rubber Soul" einen wichtigen Schritt in der musikalischen Entwicklung der besten Band aller Zeiten dar.

Ob das am vielen Marihuana lag, das die Band in dieser Zeit konsumierte? John Lennon jedenfalls bezeichnete die Platte als das "pot album". Das ist ungefähr so, als würde Ihnen jemand das Gesamtwerk von Shakespeare vorlesen. Oder alle Arbeiten von Picasso zeigen. Um es mal vorsichtig zu formulieren. Wo geht es hin? An den Haltestellen stehen die Verunsicherten im Dauerregen und warten auf die nächste Mitfahrgelegenheit.

Traumreisen in die Vergangenheit. Nostalgie-Trips in die Welt von Vor-vor-Gestern. Wenn möglich, bitte umkehren. Aber es gibt kein neues Leben im Alten und es gibt kein trautes Heim im untergegangenen Reich. Es gibt kein zurück! Und deshalb hat Schmickler nach vorne geschaut. Und was er da gesehen hat, davon berichtet er in seinem aktuellen Programm. Ein Sprachtiger mit drastischer Wortgewalt: Schmickler verblüffte mit Freundlichkeit, war schäumend und leise, hintersinnig, kalauernd und bissig.

Aachener Zeitung Schmickler gehört zum Besten, was Kleinkunst zu bieten hat. Es ist scharf und klug, hochaktuell und ziemlich böse. So soll Kabarett sein. Eine moralische Instanz, kein nölender Moralist. Die Zahl kölscher Lieder ist schier endlos. Unter diesem Begriff sind die einflussreichsten Klassiker der amerikanischen Unterhaltungsmusik der er bis er Jahre, quasi der künstlerische Höhepunkt des populären Musikschaffens in den USA, versammelt.

Etliche dieser Songs sind bereits von Sängern verschiedenster Generationen und Musikrichtungen unzählige Male neu eingesungen worden. Die Stücke sind sparsam instrumentiert: Engel ist wichtig, dass der Kern der Stücke erhalten geblieben ist: Und stellt dabei fest, wie schön diese Stücke sind.

Eine einzige Nummer hat keinen kölschen Ursprung: Er hat drei Kinder gezeugt, zwei Bäume gepflanzt und ein Haus gebaut. Die nächsten Aufgaben drängen sich also quasi auf: Er muss den Auszug der Kinder vorbereiten, die Bäume fällen und das Haus verputzen. Gleichzeitig steht er aber auch mitten neben dem Leben: Im neuen Programm stellt er die drängenden Fragen der Gegenwart: Wenn die Kinder durch ihren immensen Fleisch-, Spielzeug- und Gummistiefel-Bedarf die Ressourcen des Planeten frühzeitig mit verballern, sind dann die Eltern raus aus der Verantwortung für ihre Zukunft?

Welche Auswirkungen auf den weltweiten Aktienmarkt hätte es, wenn alle Menschen gleich wären und man die Begriffe Konsum und Moral tauscht? Welcher Tag ist heute? Das neueste Bühnenstück des Ausnahme-Cholerikers ist auch das bisher famoseste: Aber er ist auch Jurist. Denn bei Kabarett macht man sich in aller Öffentlichkeit über seine Angestellten lustig und das ist ja bekanntlich etwas, das sich nicht gehört.

Gott sei Dank ist Uthoff das ziemlich egal. Innerhalb kürzester Zeit räumt Uthoff gleich zwei der renommiertesten Kabarettauszeichnungen ab: Den deutschen Kleinkunstpreis und den deutschen Kabarettpreis, dazu zahlreiche Kleinkunstpreise: Das soll ihm erst mal jemand nachmachen!

Ein Cartoonist auf der Bühne? Was macht der da? Was jeder gute Komiker auch tut: So gibt es in seinen Live-Shows nicht nur das Beste seiner Cartoons in ganz neuen Zusammenhängen zu sehen. Er veröffentlicht seine Cartoons seit den 90er Jahren in Büchern und Zeitschriften und ist vor allem in den sozialen Netzen sehr populär: Pohl den Figuren ein bewegtes Eigenleben: Versonnen spendeten die Besucher nach dem letzten Satz Beifall — Pohl hatte sie entführt in die Welten, auf die Planeten des kleinen Prinzen.

Mit seiner Stimme, den sanften Tongebilden von Glockenspiel und Glasharfe und dem Szenario auf der kleinen Puppenbühne. Da braucht es Zeit, um wieder in die Jetztzeit zurückzukehren — wie der Flieger nach seiner Notlandung. Unter der Regie von P.

Mal findet am 6. Namhafte Künstler präsentieren 5 ganz unterschiedliche Arten von Humor: Der Erlös kommt wie immer komplett dem Verein wünschdirwas e. Tickets gibt es hier online und natürlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Ich bin mir sicher. Das kriegen wir schon irgendwie hin. Und falls die Welt wirklich aus den Fugen gerät? Die haben dann zumindest was zum Ausbaden. Am Ende des Tages. Neben dem Klavier und der Ziehharmonika ist sein Hauptinstrument die Klarinette.

Mit Landstreich veröffentlichte Spörk vier CDs. Ich bin der Tino. So ein Ankündigungstext soll ja vor allem neugierig machen und ich hoffe da jetzt ein bisschen auf deine Mitarbeit. Stell dir vor du sitzt in deiner Küche mit deiner Lieblingsperson. Sie lobt deine neue Hose und erzählt dir fast beiläufig, dass sie gestern beim Soloprogramm von tino bomelino war.

Deine Worte, nicht meine! Was sie leider vergessen hat, zu erwähnen: Drückt man da den Rucksack mit oder versucht man mit dem Arm in die Ritze zwischen Rücken und Rucksack zu kommen? Übrigens echt schöne Hose! Eine letzte Sache noch: Mit Penetranz und Durchhaltevermögen kann man alles schaffen. Man muss die Dinge nur zu Ende. Demokratie feiern, damit sie lebendig bleibt — d. Eigentlich ein bisschen komisch, weil ich ja nur das mache, was ich immer mache: Der Reporter mit dem Puschelmikro lässt sonst auch gern mal Andere erzählen.

Und der Weg, den diese Geschichte nimmt, ist dazu noch ein ganzes Stück weiter als der zu seinem bevorzugten Arbeitsplatz, dem Wochenmarkt in seiner Wahlheimat Hamburg; immerhin geht es ins Paris seiner Kindheit. Alfons erzählt seine Geschichte mit der gleichen Mischung aus Melancholie, Trottelblick und Hintersinn, mit der er auch seine berühmt-berüchtigten Reportagen aus dem Land der Dichter, Denker und Kleingärtner begleitet: Entwaffnend, entlarvend und amüsant bis zum Zwerchfellkater - und immer noch ein bisschen mehr.

Arrondissements - bis der diensthabende Flic sie in einer wilden Verfolgungsjagd aus dem Saal vertreibt. Es geht um Zufallsbegegnungen, die das Leben prägen. Und es geht um Archimedes. Eine Polizistin sagte zu uns, ,geht nicht dort hin, auf keinen Fall - da ist ein Typ, der frisst Kinder! Das fanden wir interessant, also sind wir hingegangen, auch wenn es verdächtig nach Grillfleisch roch. Dies gehört sich, das gehört sich nicht. Und Archimedes war auch anders.

In einer Bretterbude auf einem terrain vague wohnen und dabei auch noch glücklich sein - das gehört sich überhaupt nicht. Und dass es die nicht nur im Paris seiner Kindheit, sondern auch im Deutschland der Gegenwart gibt, belegt er mit einigen seiner Reportagen: Nacktwandern, Tuning-Messe oder Hundeschau sind die Themen seiner kurzen Filmbeiträge, mit denen Alfons einen Bogen vom Damals ins Heute schlägt, viele kleine Geschichten erzählt - und manchmal eben auch gerne erzählen lässt.

Während dieser Zeit hat er an zahlreichen Aufnahmen und Konzerten mit Musikern aus allen Generationen teilgenommen. Martin Sasse ist seit über 25 Jahren einer der renommiertesten und gefragtesten Jazzpianisten Deutschlands. November bundesweit alle Facetten des Frau-Seins. Vor Jahren durften Frauen zum ersten Mal wählen. Wählen sie immer noch: Frauen sind Bundeskanzler und Verteidigungsminister.

Frauen haben eigene Parkplätze. Mehr Gehör, mehr Rechte. Ja, Frauen sind komisch, viele sogar beruflich. Den richtigen Moment, um ein Zeichen zu setzen! Humor ist die Reinform des Widerstands! In Zeiten, in denen man wieder über Frauenrechte und Meinungsfreiheit diskutieren muss, der Wind von rechts weltweit schärfer bläst und auch in westlichen Kulturen ein sehr konservatives Frauenbild neu propagiert wird, gehen die Komikerinnen in die Offensive!

Comediennes, Musik-Kabarettistinnen, Poetry-Slammerinnen und noch viel mehr. Als ob das noch nicht guter Zweck genug wäre, spenden die Sisters Of Comedy einen Teil der Einnahmen an lokale Frauenhilfsprojekte, die sich auch an Ort und Stelle präsentieren. Viele wichtige Fragen werden in einem interaktiven Live Programm mit dem Publikum zusammen geklärt. Wie hat Social Media unser Leben verändert? Influencer - früher Krankheit, heute Berufsbild. Warum springen immer mehr Frauen am Strand?

Beziehung und Kinder - oder Single und Tinder?! Comedy auf einem neuen Level! Die Lachmuskeln sind im Dauereinsatz. Eine Feelgood-Show, wie es sie bis jetzt noch nicht gegeben hat. Boulevardjournalist aus ganzer Überzeugung.

Tratsch und Klatsch sind überall, sie haben es vom Frisörsalon bis in die "seriöse" Presse gebracht. Die voyeuristischen Stimmen begleiten und verfolgen Menschen durch Affären und Krisen, an deren Ende sie entweder schnelle Popularität erlangen oder daran zugrunde gehen. Marco liebt diese Macht und verehrt sein Metier als Kunst. Auf der ständigen Jagd nach einer gut verkäuflichen Story lernt er Lea kennen. Sie hat gerade ihre erste CD rausgebracht und ist noch ein echter Frischling im Business.

Marco wittert mit seinem untrüglichen Instinkt sofort die perfekte Beute. Lea sind Boulevard-Medien zwar suspekt, sie lässt sich aber von den scheinheiligen Versprechungen des skrupellosen Journalisten einlullen. Er bringt die Story, wenn auch etwas anders als besprochen. In seiner aus Halbwahrheiten zusammenphantasierten Version wird Lea von einer ernstzunehmenden Künstlerin zum Promiluder, das sich als Imagepolitur den Erben einer Unternehmerdynastie geangelt hat.

Das schlägt ein, allerdings auch für Marco etwas anders als erwartet. Einen kurzen Moment steht er selbst mit dem Rücken zur Wand. Doch dann schafft er es, Lea durch eine kleine, perfide Erpressung in die Enge zu treiben. Ein Angebot, hinter die Kulissen zu schauen, die eigene Haltung gegenüber Medien zu reflektieren.

Wo hört investigativer Journalismus auf und wo fängt menschenunwürdige, respektlose Berichterstattung an? Und welche Rolle spielt dabei die eigene Lust am Voyeurismus? Eine Zeit der Veränderung. Eine Zeit der Herausforderung. Eine Zeit der Experimente.

Eine Zeit, in der Traditionen überworfen werden. Der erste Weltkrieg ist verloren, der Kaiser im Exil. Und Deutschland experimentiert mit einer neuen Regierung: Adrienne Haan ist ein internationaler Star und das musikalische Repertoire, das sie mit ihrer Stimme virtuos durchstreift, ist weit: Aber ihr ganz besonderes Faible gilt Berlin, der wilden, verruchten, fiebrig durchgeknallten Metropole der kurzlebigen Republik zwischen den Kriegen. Deren Anziehungskraft scheint Jahre nach der Gründung einzigartig, flammt immer wieder auf in ungebrochener Faszination, wie gerade wieder mit Babylon Berlin.

Die Künstlerin spinnt die Fäden zwischen feministischem Kampf und weiblichem Glamour und nimmt den Zuschauer mit auf eine spannende musikalische Reise durch die Geschichte. Und weil er es kann. Deswegen braucht es Momente der Wahrhaftigkeit — live, mit viel inbrünstigem und manchmal auch irritiertem Lachen.

Denn in "Fressefreiheit" feiert Stadelmann ein Land, in dem man doch öfter etwas sagt, bevor man denkt und dafür nicht ins Gefängnis kommt. Schon das Plakat, angelehnt an den russischen Performance-Künstler Pjotr Pawlenski, der sich tatsächlich gegen Apathie, politische Gleichgültigkeit und Fatalismus in Russland öffentlich den Mund zunähte, beweist: Nur um eben nicht ins RTL-Fahrwasser einzutauchen, sondern eine künstlerische Weiterentwicklung zu wagen.

Stadelmann gewann den Publikums- und den Jury-Preis an einem Abend. Das war vor ihm noch wenigen Comedians gelungen.

Der Russe Pawlenski endete übrigens in der Psychatrie. Jetzt zeigt er mit Fressefreiheit sein selbstgeschaffenes Universum, welches die Grenzen zwischen Kabarett und Comedy auflöst. Erleben Sie Ingmar Stadelmann live! Dann werden Sie ihn verstehen und ihm hemmungslos frönen. Selbst im Paradies ist nicht mehr alles so, wie es einmal war: Funky Grooves auf der Mandoline lassen Lücken für Worte und Gedanken, wie sie nur die beiden frischgekürten Träger des Kleinkunstpreises , erklingen lassen können.

Ihre ungewöhnliche Sicht auf die Welt lässt Lieder entstehen, die den unvorbereiteten Konzertbesucher vor Lachen nicht in den Schlaf kommen lassen. Jetzt oder nie, entspannte Euphorie! Stets über sein Smartphone gebeugt, irrt er durch die Welt. Wozu denken, wenn ein Algorithmus viel besser für mich entscheiden kann?

Wozu Freiheit, wenn mir im virtuellen Dasein viel mehr Fenster offen stehen? Zu allem hat der vercloudete Mensch eine schnelle Meinung und was im Internet steht, das wird schon wahr sein.

Alles geht, nichts muss. Daumen hoch, Daumen runter. Und schnell noch ein Selfie im Circus Maximus der kurzen Launen. Willkommen in der Gesellschaft mit beschränkter Haltung! Mit seinem neunten Programm bietet er politisches Kabarett mit klarer Kante und musikalischer Note. Zugleich frönt der selbsternannte Vertreter für gehobenen Blödsinn chief director for a high level bullshit jedoch stets auch der literarisch verschnürten Albernheit und dem anarchischen Nonsens. Sie machen jeden ihrer mittlerweile raren Auftritte zu einem Mordsgaudi für das Publikum und für sich selbst.

Unter Zuhilfenahme unzähliger Instrumente wird der Darm der Ministerpräsidenten gespiegelt, die Situation der Milchbauern ausgemolken, geschuhplattelt, gejodelt und gestanzelt. So sticht das Ensemble bereits unter den insgesamt 14 Klangkörpern des Militärmusikdienstes der Bundeswehr im Auftrag, Auftreten und Sound einer klassischen Big Band Besetzung deutlich hervor.

Gewöhnliche Marsch- und Orchesterliteratur sind hier Fehlanzeige. Darüber hinaus gibt es kein zweites Show- und Unterhaltungsorchester, dass mit einer derart hochmodernen, multimedial aufbereiteten und damit einzigartigen Bühnenshow durch Deutschland und die Welt reist. Besonders ist hieran vor allem eines: Die Musiker aus Nordrhein-Westfalen präsentieren sich sowohl als modern klingende Visitenkarte der Bundesrepublik Deutschland als auch hochkarätiger musikalischer Botschafter.

Alle Instrumentalisten sind handverlesen, in ihren Fachgebieten erstklassige Solisten und Absolventen der renommiertesten Kunsthochschulen für moderne Unterhaltungsmusik.

Begonnen hatte alles mit Major Glenn Miller. Ein geradezu unerhörter Vorgang! Dennoch handelte es sich um eine musikalische Sensation, um ein absolutes Novum in der Geschichte der Musik und der Militärmusik. Der damaligen Verteidigungsminister und spätere Bundeskanzler Helmut Schmidt hatte daher beauftragt, eine Formation zusammenzustellen, die in der Lage war, einen modernen Sound für eine moderne Armee zu schaffen.

Darüber hinaus ist die Swing-Formation stets gern gesehener Gast im Ausland: Auch auf diplomatischem, gesellschaftlichem oder dem schlichten Tanzparkett kennen sich die 24 Profimusiker bestens aus und wissen, was von ihnen erwartet wird.

Mit dem Beginn der Clubkonzertreihe zeigt das Ensemble, dass es auch ohne technischen Aufwand, im intimen Rahmen und mit einem reinen Big Band Jazz Programm die Zuhörer für sich begeistern kann. Jörg Achim Keller wurde am August in Zürich, Schweiz geboren.

Der Dirigent, Komponist, Arrangeur und Schlagzeuger wuchs in Münster auf und lernte schon als Kind dank der Schallplattensammlung seines Vaters den Jazz kennen und lieben. Im Februar wurde Keller zum Chefdirigent der hr-Bigband berufen, die er bis August leitete.

In dieser Zeit konnte er den Klangkörper nach seinen Vorstellungen formen. Produktionen aus diesen Jahren umfassen u. Keller orchestrierte Kinofilme u. Wolfgang Bleibel als Solisten aufgeführt wurde. Letzte Arbeiten umfassen u.

Er ist weiterhin als ausübender Musiker und Schreiber aktiv. Die Arrangements, im Original teilweise für Jazzlegenden wie z. Die Überschüsse dieser Veranstaltung, d. Als Teil der Hospizbewegung setzen wir uns in der Region Bonn für die Belange chronisch kranker, sterbender Menschen ein. Unser Leitbild orientiert sich an den folgenden Grundsätzen: Respekt und Wertschätzung Wir achten die persönliche Würde, die Privatsphäre und die Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen.

Frei von jeglicher Bewertung respektieren wir vielfältige Lebensstile und integrieren insbesondere Menschen, die soziale Ausgrenzung erfahren. Ein Schwerpunkt unserer Hospizarbeit ist die Begleitung von Menschen in besonderen Lebenssituationen, wie z. Ganzheitlich und individuell Wir beraten, begleiten und betreuen Sterbende und ihrer Angehörigen. Dabei stehen für uns die körperlichen, intellektuellen, seelischen, spirituellen und sozialen Bedürfnisse des Menschen im Vordergrund. Uns ist es wichtig, die individuellen Möglichkeiten der Menschen, die wir begleiten, zu entdecken und zu fördern und den Betroffenen zu mehr Lebensqualität zu verhelfen.

Selbstbestimmt und selbstverantwortlich Zur Achtung der Würde des Menschen gehört die Achtung seines Anspruchs auf Eigenbestimmung bis zu seinem Lebensende. Aktive Sterbehilfe als institutionelles Angebot lehnt Bonn Lighthouse ab. Wir respektieren jedoch die freie Entscheidung, dem eigenen Leben und Leiden ein Ende zu setzen.

Transparenz und Vernetzung Unsere haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden kontinuierlich fort- und weitergebildet. Sie werden in der Praxis professionell begleitet und durch Supervision unterstützt. Darüber hinaus kooperieren wir mit anderen Institutionen und pflegen eine intensive Netzwerkarbeit.

Jeder kann sich umfassend über die Arbeit von Bonn Lighthouse informieren. Wir fördern den konstruktiven Dialog mit unseren Mitgliedern und bieten ihnen die Möglichkeit, sich einzubringen Bonn Lighthouse spricht über die individuelle Hilfe hinaus die Belange chronisch kranker, sterbender Menschen an, klärt über Krankheit, Trauer und Tod auf und trägt diese Themen gezielt in die Öffentlichkeit.

Aber kommen Sie damit auch dorthin, wo Sie hin wollen? Oder nur in den Himmel? Die Guten essen Eier von glücklichen Hühnern und tragen Uhren, die ihnen sagen, wie viele Schritte sie heute noch machen müssen.

Wie kommt das Böse in die Welt? Und wie kriegen wir es da wieder raus? Erleben Sie einen Abend im Ausnahmezustand: Als Kabarettzuschauer gehören Sie sowieso zu den Guten: Sie sind schön, gebildet und immer auf der richtigen Seite.

Damit sind Sie in diesem Programm goldrichtig! Erwarten Sie alles, aber keine einfachen Antworten. Und nur im Kabarett gilt: Erst wenn es richtig böse ist, ist es wirklich gut. Denn alle Jahre wieder, mitten in die Session, schieben sich gnadenlos Weihnachtsfest und Jahreswechsel, die Zeit der Päckchen und Bilanzen. Aber wenn schon, dann nutzen sie die Zeit: Sie folgen einem tausendfachen Wunsch, und das ohne Rücksicht darauf, welchen Gefahren sie sich dabei auch aussetzen mögen zu Zeiten von Krieg und Terror — man weiss ja nie, was drin ist in den Päckchen!

Päckchen mit Liedern und Ideen, alten wie neuen, Vorurteilen und natürlich Antworten auf Fragen, die niemand gestellt hat! Aufgewachsen und sozialisiert in einem Problembezirk der Hauptstadt, war Osans Leben zuweilen anstrengend und aufregend zugleich.

Wer oder was bin ich? Wo gehöre ich hin? Welcher Teil meines Herzens schlägt lauter? Wer aber denkt, dass Osan auf der sinnlosen Suche nach Antworten im Betroffenheitsgesäusel ertrinkt, irrt sich gewaltig.

Mit einer Riesenpackung Lebensfreude und übersprühender Energie erzählt der Vater eines Sohnes Geschichten mitten aus seinem Alltag - vom Job, den Schwiegereltern, aus seinem Kiez und auch von den täglichen Herausforderungen seiner Ehe.

Probleme gibt es genug - gut, wenn man gemeinsam darüber lachen kann. Und wenn es doch einmal zum Streit kommt, z. Sein Debüt-Programm ist wie das Leben selbst: Der stürmische Erfolg basierte auf der Innovation, die ihnen mit ihrer Musik gelingt: Mit bisher unbekannter Wucht verschmelzen hier Latin, Jazz und Rock. Doch war es dann soweit: Ich hatte drei Tage lang eine Gänsehaut.

Noch einmal verfeinerte sich der unverwechselbare Sound der Band. Selten hört man junge Bands, die aus einem Guss klingen. Was auch daran liegt, dass die vier Jin Jim zwar gründeten, als sie alle um die 30 Jahre alt waren, ihr gemeinsamer Weg aber viel weiter zurückreicht.

Im Jazz ist die Flöte ein seltenes Instrument, das meist nur kurz als zusätzliche Klangfarbe eingesetzt wird. Vom strahlend klassischen Klang über die immer leicht aspirierte, helle Färbung der lateinamerikanischen Musik bis zu wilden Jazz-Soli. Und wenn Manrique-Smith in sein Instrument hineinnimmt, -pustet und -singt, darf man schon einmal an Ian Anderson von Jethro Tull denken.

Jin Jim wird seinen Weg weitergehen. Mit ihrer einzigartigen Besetzung, bestehend aus 2 Bläsern und Schlagzeug, ohne gängiges Bass und Akkordinstrument, haben sie auf nahezu allen wichtigen deutschen Jazzfestivals für Furore gesorgt. Jetzt hat die Band Zuwachs bekommen: Ihre Stimme — kraftvoll, geschmeidig und strahlend — fügt sich perfekt in die Musik des Trios ein und bildet einen Kontrast zu den rauhen grooves.

Vielfältige Möglichkeiten eröffnen sich nun für die Band, die dafür bekannt ist, ihr Publikum immer wieder zu überraschen. Denn vom Jazz nehmen sie sich vor allem die Freiheit, das zu tun, was ihnen gefällt, sodass ihre HipHop, Afrobeat und Reggae Einflüsse unüberhörbar sind. Mit der charismatischen Melane, die sowohl in Englisch als auch in Ihrer Muttersprache Lingala singt, öffnet sich Three Fall jetzt neuen Klangwelten und sprengt damit endgültig alle Genregrenzen.

Melane Nkounkolo — Gesang. Dabei hält er sich strikt an sein einziges Credo: So kann er bei der Durchleuchtung unserer geisteskranken Gesellschaft sehr feinfühlig auf den Gefühlen aller herumtrampeln. Eine solche kurzfristige Dienstesstation war die Filiale Innsbruck der damaligen österreichisch-ungarischen Notenbank.

Mein Vater Anton, geboren in Graz, hatte sich aus eigener Kraft aus kleinen Verhältnissen emporgearbeitet, erreichte die angesehene Stellung eines Beamten der Notenbank und diente als solcher Ende der er Jahre in Linz. Hier verlobte er sich, scheinbar gegen allerlei Widerstände der Brautfamilie, mit Marie Held, einer Lehrerin.

Meine Mutter stammte aus einer ausgesprochenen Schulmeister-Familie. Ihr Vater, wiederholt hat sie uns Kindern das erzählt, wollte Professor werden, Geldmangel hinderte ihn an der Vollendung seiner Studien und er wurde Staats- oder Oberösterreichischer Landesbeamter. Sonst wäre auch er Professor geworden, und das hätte einen Rekord ergeben: Das Lehrertum hat sich aus der Familie Held in die Familie Hödl vererbt, wie ich noch erzählen werde.

Mein Vater wurde von Linz ungefähr [p2] nach Debreczin in Ungarn versetzt; unmittelbar vor seiner Übersiedlung fand die Trauung der Eltern statt. Sie gingen, ich glaube im Anfang recht schweren Herzens, in die ungarische Puszta. Nur zwei Jahre lang dauerte der ungarische Aufenthalt meiner Eltern. Ich war ein sehr schwächliches Kind. Die gute Frau meinte, als sie mich nach Frauenart im Kinderwagen betrachtet hatte: Inzwischen ist der Bub bis zur Niederschrift [Korrekturen: Noch eine Erzählung meiner Mutter aus jener Zeit: Ich war mit dem Saugfläschchen aus dem Kinderwagen gekrochen und fiel, das Flascherl im Mund, zu Boden.

Die Narbe konnte noch viele Jahrzehnte später gesehen werden. Auch in Innsbruck war meines Vaters Bleiben nicht lange. Etwa wurde Papa nach Prag versetzt, was mit einem erheblichen Vorrücken verbunden war. Mein Vater verstand nicht ein Wort tschechisch. Ich und meine Kinder, die wir später Jahrzehnte in Böhmen und Mähren verbrachten, greifen uns an den Kopf: Wir wohnten in dem Viertel Weinberge.

Geblieben ist mir, neben dem Namen meiner Lehrerin Bistricky, die wiederholte Kritik, mit der meine Mutter, Altlehrerin, die Unterrichtsmethoden dieses Fräuleins bedachte, wobei Mama, sicher nicht ganz pädagogisch, sich auch vor mir nicht zurückhalten konnte. Bei ihren wiederholten Vorsprachen in der Schule bat Mama, auch das ist mir geblieben, die Lehrerin möge mich doch weit vorne und immer in die linken Bankreihen setzen, da schon damals mein rechtes Ohr wesentlich besser war als das linke.

Und noch eine Erinnerung an Prag: Leider zahlten schon damals wir deutschen Buben, in der erdrückenden Minderheit, gründlich drauf. Einmal gingen wir von Prag aus zu längerer Sommerfrische nach Neuern im Böhmerwald. Ich erinnere mich eines breiten, im Sommer wasserarmen Flusses — kann es die Moldau gewesen sein? In der Hitze der Gefechte ging mir etwas in die Hosen; beschämt kam ich zu Mama, die mich ärgerlich fragte, warum ich denn nicht rechtzeitig gekommen sei.

Aber sie beherrschte sich, nach ihren liberalen Prinzipien haben meine Schwestern und ich niemals auch nur einen Schlag bekommen Er war schon damals offenbar politisch tätig [gestrichen: Mein Kindergedächtnis behielt ein Gedicht, das er auf eine Bank schrieb:. Offenbar ahnte ich die Möglichkeit eines Familienzwistes — und das war interessanter als die Frage: An meine Eltern trat eine wichtige Entscheidung heran: Man gab ihm zur Wahl: Feldkirch in Vorarlberg — oder Jägerndorf in Schlesien.

Deutlich erinnere ich mich der Besprechungen zwischen Vater und Mutter, wie alles Für und Wider aufgezählt und gewogen wurde — eine Gepflogenheit, die über mich auf meine Kinder übergegangen ist.

So wurde also Jägerndorf gewählt. Meine Mutter pflegte bei der häuslichen Arbeit, insbesondere in der Küche, manchmal leise zu singen, öfter noch sprach sie Gedichte oder Zitate aus Klassikern. Wer mit euch wanderte, mit euch schiffte! Dann sagte sie uns Kindern, ihr Jugendland sei eben nicht hier sondern in Oberösterreich, in den Alpen, wohin es sie mit allen Fasern zog. An einem besonders kalten Wintertag folgten wir nach. An Domstadtl, eine kleine Station im Gesenke, knüpft sich eine meiner lebhaftesten Kindheitserinnerungen.

Noch weiter, nur noch in starkem Tages- oder Mehrtagsausflug zu erreichen, dehnten sich die unendlich erscheinenden Wälder des Sudetenkammes mit der höchsten Erhebung im Altvater. Alle diese Namen erwecken bei mir liebste Jugenderinnerungen. Ich war später in anderen Städten länger — Brünn, Bozen oder öfter und immer wieder — Wien, Graz — aber Heimatgefühl habe ich nur für Jägerndorf aufgebracht. Viel später, als ich meine Militärdienstzeit hinter mir hatte und ein flotter Junggeselle in Mährisch Ostrau war, pflegten mich manche Damen zu necken, indem sie den auf Homer gedachten Vers von den sieben Städten, die sich um seine Geburt stritten, auf mich anwenden wollten.

Die sieben Städte sollten bei mir sein: Ich kam zunächst noch in die Volksschule, und zwar zu einem Lehrer mit dem typisch schlesischen Namen Peschke. Das Schulhaus war alt, das Klassenzimmer niedrig und überfüllt, die Arbeiterkinder — Jägerndorf ist eine Tuchmacherstadt -, waren sicher mangelhaft gewaschen; SchuIverhältnisse, die heute wohl undenkbar wären.

Hier sei mir eine kleine Einschaltung sozialer Natur gegönnt. Die Arbeiter, in Jägerndorf vor allem Textilarbeiter, waren damals arme Teufel, sozial rechtlos. Wir staken im sogenannten Manchester-Liberalismus, der den Wettbewerb aller wirtschaftlichen Kräfte auf seine Fahne geschrieben hatte. Gesellschaft, Gesetzgebung, auch die Kirche haben diesen Tatbestand zu spät erkannt — es hätte manche Ausschreitung erspart werden können Er hielt an, bat Papa, doch mit uns Kindern im Wagen Platz zu nehmen.

Der scharfe Protest meines Vaters konnte die Roheit nicht ungeschehen machen. Hätte es in Jägerndorf ein Gymnasium gegeben, so hätten meine Eltern dieses bevorzugt. Zudem war damals die Realschule siebenklassig, bestimmt zu kurz für den zu bewältigenden Lehrstoff.

Karl Berger und Dr. Klasse, der andere in der 6. Berger stammte aus Nordmähren, einem Landstrich, dessen rührende Kargheit ich viel später, als ich von Brünn aus durchfuhr, bewundern und lieben lernte. Er war im kleinen Städtchen Bärn zuhause, von dem das Verslein ironisch sagt:. Wie alle Nordmähren war er ein rückgratsteifer Deutscher.

Er erwiderte meine Liebe und Verehrung mit herzlicher Zuneigung. Berger machte übrigens, sicher nur zufolge seiner hervorragenden Tüchtigkeit, sogar in der tschechoslowakischen Republik weiter Karriere, ich sah ihn als Landesschulinspektor für Mähren und Schlesien in Brünn wieder, als ich dorthin als Generaldirektor der Ersten Brünner Maschinenfabrik kam.

Lehrer und Schüler hatten es tüchtig vorwärts gebracht! Ferdinand Brenner auf mich ausübte, liegt auf weltanschaulichem Gebiet. Brenner war — erst später festigte sich diese Meinung in mir — Jude, [und,] wie damals die meisten seiner intellektuellen Rassenangehörigen, auf unbedingte Assimilierung an das Deutschtum eingestellt.

Er [p8] war mit einer blonden Norddeutschen, ich glaube von der Insel Rügen, verheiratet, seine Kinder waren von blondem germanischem Typus. Bronner wollte uns, vielleicht besonders mich, humanistisch erziehen. Ich werde darüber noch zu berichten haben. Bronner wollte den Antisemitismus unter seinen Schülern nicht dulden, ich glaube nicht sosehr, weil er sich dadurch getroffen fühlte, sondern aus allgemein-weltanschaulichen Gründen.

Bronner hatte sich über unsere Bitte bereit erklärt, Dramen der Weltliteratur, vor allem Shakespeare, mit uns an freien Samstagnachmittagen mit verteilten Rollen zu lesen. Rührend, wo würde heute ein Professor sich bereit finden, seinen Samstagnachmittag zu opfern. Die Vielzahl von uns Schülern opponierte lebhaft: Berger in nationaler, Dr.

Bronner in weltanschaulicher Hinsicht. Daneben haftet die Erinnerung an eine ganze Anzahl von Professoren in meinem Gedächtnis: Da ist Direktor Barger, der vielleicht allzu pedantische Schuldirektor, dann Pater Stöckl, der Religionslehrer, der mich sehr liebte und sich während der Religionsstunden gerne auf mein Bankpult setzte, dabei mehrmals die Geschichte meines Namensheiligen, Antonius des Einsiedlers, erzählte. Ein paar meiner Mitschüler seien aufgezählt, alle bis auf Otto Müller sind heute nicht mehr unter den Lebenden.

Da war Herold, sehr begabt, mehrmals schwankte der Primus zwischen ihm und mir. Schweigl, der später die Wiener Akademie der bildenden Künste besuchte, war durch sarkastischen Witz ausgezeichnet. Bei der Reifeprüfung, in Österreich noch heute Matura genannt, widerfuhr mir eine unverdiente Auszeichnung: Ich habe sie bestimmt nicht verdient, zum Beispiel im Turnen war ich nie unter den Besten.

Ich möchte über diese wichtigste Einstellung meines damals erst in der Festigungsperiode befindlichen Charakters hier zusammenfassend berichten. Und endlich haben sich diese Grundanschauungen eines heranreifenden und eines fertigen Menschen bei mir im Laufe der späteren Jahre und Jahrzehnte nur in den Einzelheiten geändert, sie sind mit mir gewachsen — aber die Grundlagen blieben die gleichen und sind es heute noch. Ich bin nicht und war nie ein nationaler Chauvinist. Ich habe aber das Recht der Deutschen auf Erreichung ihres nationalen Zusammenlebens und auf Erhaltung ihrer Volkstumsgrenzen immer und mit tiefer Überzeugung vertreten.

Weltanschaulich hat nicht nur Dr. Bronner und die von ihm angeregte Lektüre, besonders Nietzsche, mich gebildet, sondern die damalige Umwelt war in vieler Hinsicht gegensätzlich zur heutigen. Niemand hatte damals von der Gleichberechtigung der Rassen gesprochen — und niemand wird mich heute von deren Gleichwertigkeit überzeugen. Die Kultur, welche die Menschheit in den letzten zwei bis drei Jahrtausenden entwickelt hat, ruht von den Griechen über die Römer bis zu den Franzosen, Deutschen, Engländern und Slawen auf den Schultern der indogermanischen Rasse, der Arier.

Er erkennt die führende Rolle den Germanen und speziell den Deutschen zu. Schon dem Zwanzigjährigen schien die Beweisführung reichlich erkünstelt. Ich habe als Deutscher oft mit Sorge gesehen, wie Tschechen im täglichen Leben mitunter meinen Volksgenossen überlegen waren. Heute ist die Lehre von der Gleichheit aller Rassen Mode geworden — allerdings nur eine zur Schau getragene, innerlich von den wenigsten für Wahrheit genommene Mode. Wo ich hinblicke sehe ich das Unwahre: Schwarze, die keine über Dialekte hinausreichende Sprache bildeten, keine Religion, kein Staatswesen hervorbrachten, wollen gleich[p11]rangig sein!

Bei den arabischen Staaten, siehe Algerien, ist es nicht viel besser; bei den südamerikanischen Staaten mit einem Rassengemisch von Indios, eingewanderten Negern, Mestizen mit wenig spanischem oder portugiesischem Blut ist es fast ebenso schlecht, ungeachtet der ungeheuren Bodenschätze und Reichtümer, über welche diese Völker verfügen würden. Eine rühmliche Ausnahme ist das kleine Israel. Hier aber ist die herrschende Schicht beinahe zweitausend Jahre lang durch engstes Zusammenleben mit indogermanischer Umwelt herangebildet worden.

Es ist das Schlagwort von der Gleichheit aller Menschen, propagiert von jenen, die daraus für sich und die Ihren Nutzen ziehen wollen. Nun zu einem leichteren Thema. Im Geiste beugt sich meine liebe Frau Mariann über meine Schulter und sagt, leise spöttisch: Begonnen hat die Sache recht bald. Er blieb seiner Liebe Ady treu und heiratete sie, meine Mimi hat sich, hoffentlich schmerzlos, nach anderer Seite orientieren müssen.

Den beinahe kindlichen Spielereien folgten später, besonders in Wien, ernstere Bindungen, die mit wirklicher geistiger Beeinflussung verbunden waren. Da steht zu Anfang meines Wiener Studententums eine Polin, die, wohl etwas älter als ich, sich mit beinahe mütterlicher Zärtlichkeit meiner annahm. Mit besonderem Dank für wertvollste An[p12]regungen denke ich an P.

Erst durch sie wurde ich in die Musik eingeführt, wurde ein begeisterter Opernbesucher und Wagnerianer Auch da habe ich es zu einer beachtlichen Vielfalt gebracht. Bis dann im Jahre Mariann Fillunger in mein Leben trat. Ich kehre nun wieder zur mehr chronologischen Berichterstattung zurück. Nach den Maturaferien, im Herbst , brachte mich mein Vater nach Wien.

Mein guter Vater wollte mich anständig untergebracht wissen; so lief er mit mir in den Stadtteilen nächst der Technik herum, um eine Wohnung zu suchen.

Die Zimmer waren zweifenstrig und kosteten mehr als die einfenstrigen Kabinette. Als Bad besuchte selbst ein wohlhabender Mieter einmal wöchentlich ein öffentliches Wannenbad der Gemeinde Wien. Merkwürdigerweise ist mir an dieses erste Wiener möblierte Zimmer eine Erinnerung geblieben. Hat aber nicht lange gedauert.

Der Anlauf an der Hochschule schien zunächst gut, ich besuchte brav alle Vorlesungen. Aber der Betrieb an der Technik war damals beinahe kläglich. Von Wissenschaft; bis auf Höhere Mathematik, wenig zu spüren. Ich hatte zunächst Bauingenieur[p13]wesen inskribiert, als mich dieses Fach allzusehr langweilte, sattelte ich auf Maschinenbau um. Ich habe wieder stark vorgegriffen. Schon nach wenigen Monaten konnte ich mich an der Technischen Hochschule nicht heimisch fühlen.

Ich hatte nämlich von Anfang an, ich glaube über Anregung des Dr. Da wurde von meinen Eltern mein verehrter Professor Dr. Bronner zu Hilfe gerufen. Bereitwillig wurden dort dem Studenten die Anlagen, beginnend von den Kokereien bis zu den Stahl- und Walzwerken gezeigt — und alles beeindruckte mich mächtig!

So fuhr ich wieder nach Wien und kniete mich in mein Studium. Unter meiner intensiven Mitarbeit war es gelungen, eine Art Debattierklub zu gründen, dem Studenten der verschiedensten Fakultäten angehörten.

Die Idee war bald vorbei; wenn ich aber heute überlege, was ich bei ähnlicher Wankelmütigkeit meiner Kinder oder meines ältesten Enkels Fritz — die anderen sind noch nicht erprobt — gesagt hätte Februar erhielt ich die traurigste Nachricht meines Lebens: Beim Toten fand man ein kleines Notizbuch, enthaltend eine an meine Mutter gerichtete Niederschrift.

Mama bat mich, diese letzten Worte meines Vaters nie lesen [zu] lassen. Die Erklärung meiner Mutter zum Tod ihres geliebten Mannes lautete etwa wie folgt: Die Wiener Revisoren fanden irgend eine Einzelheit, die nicht nach Vorschrift durchgeführt war.

Ich glaube, es handelte sieh um getrennte Verwahrung von Wertpapieren, die der Bank als Lombardpfand seitens eines Kreditnehmers übergeben worden waren. Die unterlaufene Vorschriftswidrigkeit wurde von der Zentrale Wien getadelt. Besonders diese Versetzung scheint meinen Vater, der durch zehn Jahre ein vollkommen freies Arbeiten als Vorstand einer geschäftlich prosperierenden Filiale gewöhnt war, sehr gekränkt zu haben. Nun war mein Vater stark nervös, seine vielen Kuren und Aufenthalte in Kaltwasser-Heilanstalten, über die ich hätte erzählen sollen, waren alle durch nervöse Erscheinungen bedingt.

Ich war telegrafisch nach Jägerndorf gerufen worden. So wurde mein Vater nach Graz überführt und am 5. März am Sankt-Peter-Friedhof beerdigt. Seit der Übersiedlung meiner Mutter und meiner Schwestern nach Graz war nun auch für mich diese sympathische, beinahe südlich anmutende Stadt das Zuhause geworden. Wir Hödl aus dem Sudetenland wanderten zu unseren Ursprüngen zurück.

Mitzi, etwa ein Jahr älter als ich, hatte an der Brünner Lehrerinnen-Bildungsanstalt studiert und wurde in der Steiermark, zum Kummer meiner Mama, an kleinen Landschulen Lehrerin. Um etwa ein Jahr jünger als ich war meine Schwester Hilda, schon seit ihrer Kindheit kränklich, später geplagt von allen möglichen verschrobenen Ideen.

Verfeindet mit allen, führte sie ein trauriges Leben, schlief mit mehr als siebzig Jahren Gottlob sanft ein. Die jüngste meiner Schwestern, Fritzi, geboren in Jägerndorf als Nachzüglerin, als wir älteren bereits das zehnte Lebensjahr erreicht hatten, sollte auch Lehrerin werden und studierte an der Lehrerinnen-Bildungsanstalt in Graz. Dann aber lockte sie eige[p16]ner Verdienst in einer sich bietenden Stellung bei der Österreich-Ungarischen Bank in Graz, und nach dem Ersten Weltkrieg heiratete sie den Mittelschulprofessor Dr.

Mit ihrem stillen, bescheidenen Wesen hat sie viel Gutes geleistet, ohne Aufhebens zu machen Zu beiden Schwestern, Mitzi und Fritzi, hatte ich immer ein rückhaltloses, oft inniges Verhältnis.

Ich war im 21sten Lebensjahr, und es galt nun, an die Militärdienstleistung zu denken. Ich wollte etwas Neues kennenlernen, Görz, die südlichste Garnisonstadt, in der ein Feldkanonenregiment stand, war von der Romantik einer halbitalienischen Stadt umwittert.

Noch etwas kam in Betracht: Der Bereich des k. So kam es zur Kombination Görz-Graz. Vielleicht bin ich im Begriffe, mich über Militär im allgemeinen und mein eigenes Soldatentum im besonderen weiter auszulassen, als einem Kind der heutigen Generation verständlich ist. Er erzählte ja auch immer, er habe sich sein Studium durch Mitstenographieren verdient. Es entwickelte sich bei mir geradezu eine Vorliebe für alles Militärische, was mir beim Durchstehen meiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg — für mich fast vier Jahre — sehr zustatten kam.

So kamen wir Kameraden im Herbst wieder nach Graz — und ich wurde Rangerster der vier Regimenter. Januar ein Dekret erhielt, das ich heute noch getreu verwahre: Dezember Sie zum Leutnant in der Reserve mit dem Rang vom 1.

Es kamen, um wieder einmal vorzugreifen, drei flotte Waffenübungen, bei denen meine aktiven Kameraden mir zuredeten, das Studium an den Nagel zu hängen und mich aktivieren zu lassen; und dann kam die vierte und letzte Waffenübung im Sommer , zu der mich, siehe später, meine junge Frau nach Görz begleitete. Es kam anders — aber noch sind wir nicht soweit. Das Militärjahr hatte meine geringe Hinneigung zum Studium an der Technik eher noch verstärkt.

Hätte es damals eine Fakultät für Elektrotechnik bereits gegeben, so wäre mein Studium erfolgreicher verlaufen. Besonders die Konstruktionsübungen ödeten mich an — ich war mein Leben lang nie ein Konstrukteur.

Meine Mama konnte mir begreiflicherweise nur einen bescheidenen Monatsbetrag zur Verfügung stellen — und ich wollte mir in dem schönen Wien keine unerfreulichen Beschränkungen auferlegen.

Ich sah mich also nach Verdienstmöglichkeiten um. Den Vertrieb hatte übrigens ein findiger jüdischer Kommilitone übernommen. Eine andere Verdienstquelle war das Zeitungsschreiben. Man zahlte mir gute Zeilenhonorare. Staatsprüfung des Maschinenbaus erforderlichen Vorlesungen gehört hatte. Dieses Institut war und ist noch heute eine höhere Gewerbeschule, welche Mittelschulingenieure des Maschinenbaus und der Elektrotechnik heranbildet. Staatsprüfung aus dem Maschinenbau an, nachdem es, wie schon erwähnt, keine Möglichkeit gab, diese Prüfung aus Elektrotechnik abzulegen.

Mein Prüfungserfolg war unter mittel — von meinen vielen Zeugnissen dürfte das über die II. Staatsprüfung aus Maschinenbau wohl das schlechteste sein.

Es boten sich mir in diesem Sommer zwei Stellungen: Zu dieser letzteren Möglichkeit, für die ich mich entschied, war [p19] ich durch Vermittlung meiner älteren Kollegen vom Technologischen Gewerbemuseum gekommen. Er fragte nach einem Ingenieur für seine Projektabteilung, die Kollegen nannten mich. So kam ich nach einem kurzen Sommerurlaub, den ich mit Mama und Schwester Fritzi auf einer besonders schönen Alpenreise verbrachte, nach Mährisch Ostrau.

Tante Lotte, Schwester meiner Mutter, die sich bei vielen Gelegenheiten als meine Förderin, auch als pekuniäre, eingestellt hatte, hatte von meiner Berufswahl erfahren.

Ich könnte Ostrau, dem wenige Jahre später Witkowitz einverleibt wurde, die Stadt meines Schicksals nennen. Jahre vorher hatte mich mein Vater durch eine Besichtigungsfahrt nach Witkowitz zur Technik zurückgeholt, jetzt trat ich meine erste Stellung in der Industrie hier an, in dieser Stadt fand ich meine Frau, hier wurden meine beiden Kinder geboren.

Da war ich also Ingenieur in der Projektierung. In den letzterwähnten Gebieten des alten Österreich habe ich mir meine Kenntnisse des jüdischen Lebens, des jiddischen Witzes erworben. Hoor war, selbst getaufter Jude, wie fast alle intellektuellen Juden jener Zeit für Assimilierung ihrer selbst und ihrer Rassengenossen.

Das Ostrau-Karwiner Kohlenbecken, das sich von Mährisch Ostrau in südöstlicher Richtung über Orlau — Dombrau nach Karwin erstreckt, besitzt die beste Kokskohle der gewesenen österreich-ungarischen Monarchie. Während das angrenzende Oberschlesien eine hervorragende Feuerungs- und Hausbrandkohle liefert, ist die Ostrauer Kohle in ihren Eigenschaften als Koks-, also Hochofenkohle, nur vergleichbar mit der Ruhrkohle. Die erstgenannte, eine Gewerkschaft mit hundert Kuxen [der Kux, tschech.

Pollak, für Guttmann Dr. Ich glaube, gelegentliche Unstimmigkeiten unter den beiden leitenden Herren waren ihnen gar nicht so unerwünscht, konnten sie doch derart ihre eigene Wichtigkeit verstärkt dokumentieren. Fillunger, Leobner Bergingenieur und Dr. Er war eine Persönlichkeit; einmal sagte ein Kritiker, lange bevor ich noch sein Schwiegersohn war: Diesem Stammtisch mit Sitz im Hotel Imperial gehörten an:.

Hans Mautner, Leobner Bergingenieur und Dr. Sehr scharfer Verstand; als getaufter Jude galt er nicht ganz soviel wie seine christlich-arischen Kollegen. Friedrich Klein, Jurist, k. Bezirkskommissär der Bezirkshauptmannschaft Mährisch Ostrau — eine psychologisch interessante Persönlichkeit.

Aus wohlhabender Familie stammend, hatte er nach Absolvierung seiner juridischen Studien eine Weltreise gemacht, um sich für den diplomatischen Dienst zu empfehlen. Trotz dieser kostspieligen Vorbereitung war er gegen die aristokratische Konkurrenz im auswärtigen Dienst nicht angekommen, ging daher zu der um einige Grade bescheideneren Innenverwaltung und war als Bezirkskommissär der Stellvertreter des Bezirkshauptmannes — jedenfalls eine hochangesehene Stellung.

Ausnahmsweise darf einmal meine Frau mir etwas verdanken: Hawlik, der älteste des Kreises, ein erfolgreicher und wohlhabender Baumeister und einer der ersten Privatautobesitzer in Ostrau. Die Propaganda für eine Verstärkung der österreich-ungarischen Kriegsflotte war damals patriotische Mode. Unter anderen erschien dort, mit wallenden Reiherfedern im Haar, Grete Kulka, jüdische Fabrikantensgattin aus meiner Heimatstadt Jägerndorf.

Baumeister Hawlik verliebte sich in diese schöne und interessante Frau. Noch eine kleine Anekdote. Hans von Höfer pflegte alle gesellschaftlichen Ereignisse am Stammtisch zu besprechen, gewöhnlich mit seinem Humor gepfeffert. Unter den erschienen Damen fiel besonders auf Frau Direktor Kletzl in ihrem entzückenden Dirnengewand Aus den bei den Rohren erzielten Gewinnen baute Bergmann, ein absoluter selfmademan, seine Berliner Fabriken immer weiter aus und hatte nun mit der Errichtung einer österreichischen Erzeugungsstätte in Bodenbach in Nordböhmen, hart an der sächsischen Grenze, begonnen.

Wieder eine kleine Anekdote: Telefonisch kam darauf von der Wiener Direktion der Auftrag, der Generaldirektor der jüdische Name ist mir entfallen wünsche mich sofort zu sprechen.

Also auf nach Wien, zum gestrengen Generaldirektor, den ich bis dahin noch nicht gesehen hatte — das Renommee der Unentbehrlichkeit hatte mir offenbar Hoors Nachfolger verschafft. Der Generaldirektor erklärte mir nach allen Gesetzen der geschäftlichen Logik, welchen unüberlegten, unsinnigen Schritt ich tun würde, wenn ich wirklich zu den Bergmannwerken wechseln wollte. In kürzester Zeit hatte ich einen schönen Auftragsstock aufgebaut. Meine Wahl fiel auf Ing.

Er schilderte die damals in England auf der Schule Weilende als ein besonders sympathisches Mädchen. Im Herbst waren wir alle wieder in Ostrau, es folgte ein Jahr des gesellschaftlichen Verkehrs.

Mama Fillunger hatte mich in ihre Loge im Ostrauer Stadttheater eingeladen und nach der Vorstellung auf ein Glas Wein mit nachhause genommen.

Ich ging mir die Hände zu waschen, Mariann brachte mit ein Handtuch — in dieser wenig poetischen Situation explodierten die Gefühle An einem darauffolgenden Samstagnachmittag durfte ich bei Papa Fillunger erscheinen, um um die Hand seiner Tochter anzuhalten.

Er gab mir die Belehrung mit auf den Weg: Sollte ich weiter als Leiter eines Ingenieurbüros elektrische Einrichtungen verkaufen, wenn möglich gestützt, wenn auch nicht unter Berufung, auf die Autorität meines künftigen Schwiegervaters? Der Vorschlag wurde, vorbehaltlich einer gründlichen Erprobung, angenommen. Da war ich also, ein keines Würmchen, in der Hauptstadt des mächtigen, hoch angesehenen Deutschen Reiches.

Dort hatte meine Ausbildung zu beginnen. Unter Laufer, zu dem ich rasch ein vertrautensvolles Freundschaftsverhältnis gewann, arbeiteten, auch mit dem Titel von Oberingenieuren, Friedländer wieder Jude und Türk, letzterer der Theoretiker der Abteilung. Die höheren Chefs, mit denen ich nur gelegentlich Kontakt hatte, waren Dr. Jedenfalls aber kam Mama Iren zusammen mit Mariann nach Berlin, um zu dritt unter den von mir zur Wahl gestellten Wohnungen zu entscheiden. Nicht einmal der Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges hat das Haus mitgenommen.

Nur etwas machte ich meiner Schwiegermama Iren zum Vorwurf — sie schob den Zeitpunkt unserer Verehelichung immer weiter hinaus. Aber einmal war auch das überstanden: Von meiner Familie waren meine Mama und meine Schwester Fritzi anwesend. Wir beide, die Hauptpersonen, verdrückten uns am Nachmittag und fuhren über Wien nach Molveno in der Brenta-Gruppe, das damals eine herrliche Einheit von Bergen und See darbot.

Mariann kam bereitwillig mit; wir wohnten in Görz in einem angenehmen Hotel mit Parkfront, machten Besuch beim Regimentskommandanten Oberst Ritter von Ripper, einem eleganten Offizier alter Schule, es ging uns in jeder Hinsicht glänzend.

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