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Partnersuche mit Kind – So finden Alleinerziehende den richtigen Partner

Tipps für das perfekte Profilbild. Entscheidend ist, keinen Zweifel daran zu lassen, dass die Kinder vorgehen und oberste Priorität haben.

Online-Dating: Entspannt auf Partnersuche gehen

Warum viele Singles potenzielle Partner mit Kindern ablehnen

Kinder sind also nicht unbedingt ein Nachteil. So müssen Sie weniger Angst davor haben, dass Sie direkt abgewiesen werden oder einen Korb bekommen, sobald klar wird, dass Sie Nachwuchs haben. Hier gilt es, besonders aufmerksam zu sein. Gegebenenfalls klärt sich dadurch auch noch die letzte offene Frage als Alleinerziehende auf Partnersuche: Könne er es sich auch vorstellen, in einer Partnerschaft mit Ihren Kindern, zusammenleben?

Seine Reaktion und Antwort wird viel über ihn verraten. Stürzen Sie sich also stets zuversichtlich in die Partnersuche. Verlieren können Sie nichts, aber sehr viel gewinnen. Wenn Ihnen jemand absagt und es auf Ihre Kinder schiebt: Er verrät damit mehr über sich selbst, als dass er etwas über Sie aussagt.

Bleiben Sie dennoch am Ball und lassen Sie sich nicht unterkriegen. Denn wie das Sprichwort schon sagt: Dazu gehören momsdadskids , singlemama , matchpatch oder patchworkglück.

Aber auch bei anderen Singlebörsen und Partnervermittlungen lässt sich auf Kinder hinweisen. Im Profil sollte ein entsprechender Vermerk unbedingt untergebracht werden. Dadurch wird automatisch ausgeschlossen, dass sich Interessierte melden, die sich ein Leben mit Kindern absolut nicht vorstellen können.

Bei eDarling hat laut Pressesprecher Dr. Jan Richter knapp jeder vierte Single ein oder mehrere Kinder. Für beinahe jeden dritten Single, egal, ob männlich oder weiblich, kommen Partner mit Kindern allerdings von vornherein nicht in Frage. Darum erspart eine entsprechende Offenheit in Bezug auf die familiäre Situation von vornherein Enttäuschungen.

Am erfolgversprechendsten ist es, selbstbewusst und stolz aufzutreten. Es ist eine Bereicherung, Kinder zu haben und mit Kindern zu leben. Single-Mütter und Single-Väter mögen oft gestresst sein. Dafür sind sie im Alltag wahre Organisationtalente.

Bei der Partnersuche wissen sie genau, was sie wollen. Sie bringen Verständnis für die Probleme anderer auf und sie sind überaus fürsorglich. Singles mit Kindern haben allgemein kein besonders gutes Image.

Schon gar nicht, wenn die Kinder bei ihnen leben. Alleinerziehende gelten als chronisch gestresst und erschöpft. Im Vergleich zu kinderlosen Alleinstehenden haben sie — selbst mit gut bezahlten Jobs — weniger Geld zur freien Verfügung.

Mit ihrer Zeit müssen sie ebenfalls haushalten. Die Verantwortung für Kinder führt häufig dazu, dass sich Single-Eltern zurücknehmen und ihre eigenen Interessen hintenanstellen. Wer Kinder hat, ist emotional nicht frei. Die Kinder stehen für verantwortungsbewusste Eltern immer an erster Stelle. Das bedeutet automatisch, dass der neue Liebespartner auf den zweiten Platz verbannt wird.

Der Alltag ist entsprechend durch zahlreiche Verpflichtungen rund um das Kind herum strukturiert. Spontane Dates sind unmöglich, denn zunächst muss ein Babysitter gefunden werden.

Bei allen relevanten Entscheidungen ist das Kindeswohl einzubeziehen. Umzüge oder gemeinsame Urlaube müssen sorgfältig geplant und mit den Ferienzeiten in Einklang gebracht werden. Männer mit Kindern sind oft an Zahlungsverpflichtungen gebunden. Wenn ein Mann bereits Nachwuchs hat, träumt er eventuell nicht mehr von gemeinsamen Kindern mit der neuen Beziehung.

Für Frauen mit Kinderwunsch kann das ein Hinderungsgrund sein, sich auf einen Kindesvater einzulassen. Dazu kommt, dass Kontakte mit seinen leiblichen Kindern mit der Ex-Frau abgestimmt werden müssen.

Das erleichtert vieles und liefert reichliche Gesprächsstoff. Gleichzeitig verdoppeln sich unter Umständen die Probleme: Beide müssen sich Freiräume schaffen; beide müssen ihre Kinder behutsam auf den neuen Partner vorbereiten. Ob sich die Kinder untereinander verstehen, steht auf einem anderen Blatt. Die eigene Wahrnehmung bestimmt die Realität. Wer eine selbstbewusste Ausstrahlung hat, zu sich und seinen Kindern steht, eigene Interessen nicht aus dem Blick verliert und stolz auf das beruflich und privat Erreichte ist, wirkt automatisch anziehend und interessant.

Schuldgefühle sind fehl am Platz. Es ist vollkommen in Ordnung für Single-Mütter und Single-Väter, etwas für sich selbst zu tun und sich eine neue Beziehung zu wünschen. Die Kinder profitieren letztendlich ebenfalls davon, wenn ihre Eltern ausgeglichen und glücklich sind.

Dadurch haben Eltern mehr Kraft zur Bewältigung des Alltags, sind gelassener, geduldiger und beweisen mehr Sinn für Humor. Wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass man nicht nur Mutter oder Vater ist, sondern auch noch ein Mensch mit Gefühlen, Wünschen, Sehnsüchten und Bedürfnissen. Nur, weil man Nachwuchs hat, ist nicht sofort das ganze eigene Leben vorbei. Hier schlummert die Gefahr, die eigenen Kinder später mit ungerechtfertigten und unfairen Vorwürfen wie: Nichts hindert Eltern daran, sich gesund zu ernähren, sich zu pflegen, Sport zu treiben und eigenen Hobbys nachzugehen.

Oft lassen sich eigene Interesse mit denen der Kinder kombinieren. Wer gern reitet, kann das Kind ebenfalls zu Reitstunden anmelden. Radfahren, schwimmen, laufen — all das geht sehr gut mit Kindern, wenn auch in einem gemächlicheren Tempo. Kinder zu haben und allein aufzuziehen, ist ganz sicher eine Herausforderung. Aber das Elternsein ist nicht nur negativ zu betrachten!

Wer sich für Kinder entscheidet, sollte sich bewusst sein, dass mit der Erziehung Arbeit, Verantwortung und Einschränkungen verbunden sind. Auf der anderen Seite macht es Freude, ein Kind aufwachsen zu sehen, es zu versorgen, zu lieben und zu fördern. Ältere Kinder dürfen durchaus für eine gewisse Zeit alleine bleiben.

Nachmittags gehen ältere Kinder ohnehin Hobbys nach, besuchen Freunde oder wollen Zeit für sich haben. Letztendlich wird es immer einfacher, sich Zeit freizuschaufeln, je älter die Kinder werden. Kinder müssen lernen, den privaten Raum ihrer Eltern zu respektieren.

Genauso sollten Eltern die Privatsphäre ihrer Kinder achten. Dazu gehört, dass Spielzeug, das kaputt oder schmutzig ist, nicht ohne Rücksprache mit den Kindern weggeworfen wird, und dass Tagebücher, E-Mails und SMS nicht gelesen werden.

Der richtige Zeitpunkt für das Abenteuer Online-Dating ist erst dann gekommen, wenn das Verhältnis mit dem Ex-Partner wirklich abgeschlossen ist. Es sollte nicht darum gehen, die Ex-Beziehung eifersüchtig zu machen, ihm oder ihr eins auszuwischen oder eine Lücke zu stopfen. Ist im Alltag ein Rhythmus gefunden, sodass Platz und zumindest etwas Zeit für eine neue Liebe vorhanden sind, ist der Zeitpunkt für die Partnersuche mit Kindern gekommen.

Sind die Kinder im Bett, kann man entspannt online auf die Suche gehen. Die Energie reicht vermutlich nach anstrengenden Tagen eher aus, um Laptop oder Computer hochzufahren, als das Haus zu verlassen. Einen Babysitter zu suchen, ist beim Online-Dating ebenfalls nicht nötig.

Zumindest die ersten Kontakte sind per Telefon und Chat aus den eigenen vier Wänden problemlos möglich. Kinder müssen die elterliche Trennung zunächst verarbeiten. Selbst wenn sie erleben, dass sowohl Mutter als auch Vater Teil ihres Lebens bleiben, sind die Veränderungen für sie einschneidend. Die Familie wohnt nicht mehr zusammen. Statt jeden Tag sehen sie einen Elternteil — meistens den Vater — nur noch alle 14 Tage.

Fangen die Eltern dann an, sich nach neuen Liebespartnern umzuschauen, wächst bei jüngeren Kindern häufig die Angst. Sie befürchten, den Elternteil, bei dem sie leben, auch noch zu verlieren. Was hier hilft, ist Offenheit.

Es ist wichtig, die Kinder darüber zu informieren, dass sich Mama und Papa wieder auf Partnersuche befinden. Das sollte auf eine Art und Weise geschehen, die ihrem Alter und ihrer emotionalen Reife entspricht. Für Kleinkinder ist der Umgang mit dieser Situation am leichtesten. Sie wachsen schlichtweg in die neue Konstellation hinein und kennen es nicht anders.

Für ältere Kinder ist die Situation schwerer zu verkraften. Ab der Pubertät sollten offene Gespräche geführt werden. Jugendliche, die sich bereits einmal verliebt und wieder entliebt haben, können nachvollziehen, was in Vater und Mutter vorgeht. Eltern dürfen sich dazu bekennen, dass sie sich Liebe, Zärtlichkeit und Sexualität in ihrem Leben wünschen.

Entscheidend ist, keinen Zweifel daran zu lassen, dass die Kinder vorgehen und oberste Priorität haben.

Sind die Kinder älter, kann man durchaus zusammen mit ihnen interessante Online-Profile durchgehen, Fotos analysieren und ihre Meinung erfragen: Welchen findest du am sympathischsten? Um Kinder keinem unnötigem Stress auszusetzen, sollte nur ein wirklich vielversprechend erscheinender potenzieller neuer Partner vorgestellt und in die Familie eingeführt werden.

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